06. Mai 2016

Studie zu Energiekosten, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Handwerk veröffentlicht

Handwerksunternehmen nutzen ihr Potenzial für Energieeinsparungen nur selten. Energieeinsparungen werden meist dann realisiert, wenn die Maßnahmen mit einer Kostenersparnis verbunden sind beziehungsweise sich relativ leicht umsetzen lassen. Diese Erkenntnisse filtert jetzt eine Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) aus einer großen Energieumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) heraus, die der ZDH im Jahr 2012 bundesweit bei 5.300 Handwerksunternehmen erhoben hat.

Die betrieblichen Energiekosten innerhalb einer Branche haben nur geringen Einfluss auf Effizienzmaßnahmen. Die Studie schließt daraus, dass sehr ineffiziente Unternehmen vermutlich schon dem Wettbewerbsdruck gewichen, d.h. aus dem Markt ausgeschieden sind und weitere Einsparpotentiale nicht mehr betriebswirtschaftlich rentabel umsetzbar wären.

Die Frage nach dem Nutzen einer Energieberatung beantworteten viele Unternehmen positiv. Letztlich, so die Studie, hätten die Beratungsgespräche aber nur mäßigen Einfluss auf die tatsächliche Umsetzung einer Einsparmaßnahme. Auch wenn die Umsetzung einer Effizienzmaßnahme schon fest eingeplant ist, so dass kein Beratungsgespräch mehr nötig ist, muss es zum Teil trotzdem geführt werden, weil es die Richtlinien für die Freigabe von Fördermitteln vorschreiben. Die Umfrage ergab außerdem, dass Energieberatungen den größten Effekt im Bereich Gebäude und Fuhrpark aufweisen.

Die Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) „Energiekosten, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Handwerk – Eine Auswertung der ZDH-Energieumfrage", von Petrik Runst erscheint als Heft 7 der Schriftenreihe "Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung", ISSN 2364-3897, DOI-URL: http://dx.doi.org/10.3249/2364-3897-gbh-7.