25. April 2016

Handwerk startet Berufsorientierung für junge Flüchtlinge im Juni

Ab 1. Juni können junge Flüchtlinge in den 500 Überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks eine zielgenaue Vorbereitung auf eine betriebliche Ausbildung erhalten. Das Handwerk setzt damit das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur vertieften Berufsorientierung junger Flüchtlinge (BOF) um.

"Junge Flüchtlinge mit sicherer Bleibeperspektive bekommen im Handwerk eine Chance auf Integration in den Arbeitsmarkt. In unseren Bildungszentren wollen wir ihnen dafür die Vielfalt und Möglichkeiten der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Handwerk aufzeigen", so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks anlässlich der Veröffentlichung des Förderprogramms.

Das Förderprogramm ist Teil der gemeinsamen Initiative "Wege in Ausbildung für Flüchtlinge", die von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, mit dem Vorsitzenden des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Frank-Jürgen Weise, und ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer am 5. Februar 2016 vereinbart wurde. Die Initiative hat das Ziel, jungen Flüchtlingen mit sicherer Bleibeperspektive eine komprimierte Berufsorientierung und Berufsvorbereitung zu bieten. Das Förderprogramm schließt zudem eine Lücke zwischen dem Programm "Perspektive für junge Flüchtlinge" der Bundesagentur für Arbeit und dem Übergang in ein Ausbildungsverhältnis.

Im Rahmen der Maßnahme lernen die jungen Flüchtlinge bis zu drei Ausbildungsberufe und das betriebliche Miteinander in den Bildungszentren und Betrieben des Handwerks intensiv kennen und können bereits Kontakte zu einem potentiellen Ausbildungsbetrieb knüpfen. Sie werden dabei durch Sozialpädagogen und berufsbezogenen Sprachunterricht unterstützt. Das Handwerk stellt im Rahmen des Programms zudem bis zu 10.000 Praktikumsplätze zur Verfügung und bietet geeigneten und interessierten Absolventen des Programms qualifizierte Ausbildungsangebote.

Ansprechpartnerin im ZDH:

Frau Dr. Kielbassa-Schnepp
Tel. :030 20619-310,
Fax: 030 2061959-310,
kielbassa(at)zdh.de)