13. April 2016

"Ich hab was Besseres vor" - Jugendkampagne des Handwerks gestartet

Sattlerin Vanessa Sell. Foto: Bastian Beuttel
Sattlerin Vanessa Sell ist eine der Jugendlichen, die in der neuen Kampagne für das Handwerk werben. Foto: Bastian Beuttel

Seit dem 5. April ruft das Handwerk Jugendliche mit neuen Motiven und einem Film dazu auf, sich mit Fragen rund um ihre Berufswahl auseinander zu setzen. "Ich hab was Besseres vor" - lautet die Botschaft, mit der die Kampagne Nachwuchs locken möchte. Sie wird in zwei Flights mit Plakaten, Online-Bannern sowie Bewegtbild auf Infoscreens und im Online-Bereich umgesetzt.

Die Berufswahl stellt junge Menschen vor eine große Herausforderung. Viele wissen nicht, wo ihre Stärken und wirklichen Interessen liegen. „Jugendliche stehen in der Berufsfindungsphase oft unter großem Druck”, so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks e. V. (ZDH). „Wir möchten mit ihnen darüber ins Gespräch kommen, was sie sich für ihre berufliche Zukunft wünschen und sie ermutigen, ihren eigenen Interessen zu folgen.”

Unter dem Motto „Ich hab was Besseres vor“ zeigt das Handwerk Jugendlichen, dass sie in handwerklichen Berufen viel erreichen können. Um die Diskussion mit und unter jungen Menschen anzustoßen, sind die neuen Motive seit dem 5. April bundesweit auf Plakaten, auf Bussen sowie auf Bannern einer Online- und Mobile-Kampagne zu sehen.

Mit Sprüchen wie „Träume unter Akten begraben? Ich hab was Besseres vor“ werden Vorteile einer handwerklichen Ausbildung hervorgehoben. Die Motive vermitteln eine authentische Vorstellung von der Arbeit im Handwerk. Nachdem die Orthopädieschuhtechnik 2015 in zwei Jugendkampagnen vertreten war, werden nun die Gewerke Fahrzeuglackierer, Modist, Glas-/Porzellanmaler, Stuckateur, Sattler und Tischler vorgestellt. Robert Schneider, Johannes Schroeter-Behrens, Vanessa Sell sowie weitere Junghandwerker standen für die Kampagne in ihren Werkstätten vor der Kamera.

Ein neuer Film greift ebenfalls das Motto „Ich hab was Besseres vor“ auf: Ein junger Mann wird in einen „Schreibtisch-Beruf“ gedrängt. Sein Umfeld zerrt so sehr an ihm, dass sein Anzug reißt. Zum Vorschein kommt, was eigentlich in ihm steckt – ein Handwerker. Der Film ist auf Infoscreens an U- und S-Bahnhöfen sowie im Internet zu sehen.

Der zweite Teil der Kampagne mit den Berufen Brauer/Mälzer, Buchbinder, Orthopädietechnik-Mechaniker und Metallbauer folgt im Herbst.

Zusätzlich zu den beiden Kampagnenflights sorgen Haltungs-Aktionen vom Sommer an für Gesprächsstoff – im Handwerk selbst sowie in der Öffentlichkeit. Mit einem Augenzwinkern greifen die Aktionen aktuelle Themen auf und zeigen die Haltung des Handwerks dazu.

In den Wintermonaten schließlich macht ein Kinospot auf humorvolle Art auf die Vorzüge einer Meisterausbildung im Handwerk aufmerksam.