15. Juli 2016

10. Meeting Phlebologie und Lymphologie

Rechtsanwältin Eva-Maria Baumann referierte über mögliche Strafen bei Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen.

Zum zehnten Mal in Folge fand der Kongress mit dem Schwerpunkt Phlebologie und Lymphologie vom 3. bis 4. Juni am Fleesensee statt.

Im besonderen Ambiente kamen Ärzte, Therapeuten und Experten aus dem Sanitätsfachhandel zum interdisziplinären Wissensaustausch zusammen. Veranstaltet wurde der Kongress von der Nowecor AG, unterstützt durch medi.

Weiterbildung und Wissensaustausch im Mittelpunkt

Zwei Tage lang wurde den Teilnehmern ein vielfältiges Programm aus Workshops und 24 Fachvorträgen geboten. Im Fokus standen Behandlungsmethoden und Leitlinien für lymphologische Erkrankungen.

So erläuterte Prof. Eberhard Rabe in seiner Präsentation Häufigkeit, Diagnose und Therapie des Postthrombotischen Syndroms, während Dr. Thomas Noppeney die neuen Leitlinien zur tiefen Venenthrombose darlegte. Prof. Achim Mumme und Prof. Houman Jalaie diskutierten unterschiedliche Behandlungsstrategien einer akuten Venenthrombose. Die Vielseitigkeit der Themenfelder zeigte der Vortrag von Rechtsanwältin Eva-Maria Baumann. Sie erläuterte dem Fachpublikum den Paragraphen 299 a und b StGB, der am 4. Juni in Kraft trat. Dieser regelt sowohl die Tatbestände als auch das Strafmaß bei Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen.

In seinem Vortrag „Thrombose par effort“ zeigte Dr. Thomas Petzold die Auswirkungen starker körperlicher Belastung, beispielsweise bei Sportlern wie Marathonläufern. „Jeder Lauf schädigt die Gefäße in den Muskeln, weshalb das Tragen von Kompressionsstrümpfen auch hier durchaus sinnvoll ist“, erklärte er. Ein bisher häufig unterschätztes Risiko sei die oft weite Anreise, die zu einem Marathonlauf zurückgelegt wird. Langes Sitzen – ob im Flugzeug oder im Auto – nach einem anspruchsvollen Lauf könne das Risiko einer tiefen Venenthrombose verdreifachen.