04. März 2010

Präqualifizierung: Aktueller Stand

Die Präqualifizierung wird die Marktzugangsvoraussetzungen der Betriebe in den nächsten Jahren bestimmen. Nachdem es zu Beginn teils sehr unterschiedliche Auffassungen über die Ausgestaltung des Verfahrens gegeben hatte, zeichnen sich nun Lösungen ab, mit der beide Seiten leben können.

So wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vielzahl von Präqualifizierungsstellen geben, von denen sich die Leistungserbringer eine aussuchen können. Zwar werden die Bundesinnungen beziehungsweise Bundesinnungsverbände diese Aufgabe wohl nicht direkt übernehmen können. Innungseigene GmbH’s werden aber voraussichtlich Präqualifizierungsstelle sein können.

Sektorale Lösungen scheinen nun auch vom GKV-Spitzenverband akzeptiert zu werden. Auch bei den Präqualifizierungsinhalten zeichnet sich eine Lösung ab, bei der zwar der GKV-Spitzenverband diese formal bestimmt, die Leistungserbringerverbände im Entscheidungsprozess aber paritätisch einbezogen werden.

Für die Betriebe ist wichtig zu wissen, dass die Präqualifizierungsinhalte noch nicht fest stehen und in den bisherigen Diskussionen eher nachrangig behandelt wurden. Es zeichnet sich jedoch ab, dass sich die Präqualifizierungsinhalte zumindest im Bereich der Gesundheitshandwerke eng an den alten Zulassungsvoraussetzungen orientieren werden.

Zum ursprünglichen geplanten Termin 30. Juni 2010 werden nicht alle Betriebe präqualifiziert sein können. Vom GKV-Spitzenverband wird deshalb schon über eine Verlängerung der Übergangszeit nachgedacht. Betriebe mit einer Zulassung nach altem Recht werden sich deshalb diesbezüglich vermutlich bis Ende 2010 keine Sorgen machen müssen.