03. August 2016

Symposium: Diabetisches Fußsyndrom - Therapie nach dem Entitätenkonzept

Foto: Hochlenert
Foto: Hochlenert

Wunden am Diabetischen Fuß gibt es in vielfältigen Formen, und doch sind es immer wieder bestimmte Stellen am Fuß, an denen sie auftreten. „Warum entsteht eine Wunde genau da?“ Das ist die entscheidende Frage, wenn es um ein genaueres Verständnis des Diabetischen Fußsyndroms geht. Sie führt zu den biomechanischen Ursachen, die der Entstehung von Wunden am Fuß zugrunde liegen. Hat man die Pathobiomechanik der verschiedenen Wunden erst einmal verstanden, erschließen sich die geeigneten konservativen und operativen Therapieoptionen leichter.

Auf dem Symposium „Das Diabetische Fußsyndrom - Therapie nach dem Entitätenkonzept“, das die Zeitschrift Orthopädieschuhtechnik/C. Maurer Fachmedien am 5. November 2016 in Köln und am 25. März 2017 in Berlin veranstaltet, werden die 8 häufigsten Wunden und Wundlokalisationen (Entitäten) vorgestellt, mit denen die Orthopädieschuhtechnik zu tun hat. Im Fokus steht dabei die interdisziplinäre Behandlung: Diabetologe, Orthopädieschuhmacher, Podologe, Chirurg – Wer macht was wann?

Das Besondere an dieser Veranstaltung: Gemeinsam werden ein Diabetologe, ein Chirurg und zwei Orthopädieschuhmachermeister die einzelnen Therapiemöglichkeiten vorstellen und mit dem Publikum diskutieren. Dafür konnten vier renommierte Experten für das Diabetische Fußsyndrom gewonnen werden:

Dr. Dirk Hochlenert, niedergelassener Internist und Diabetologe, koordiniert seit 2002 Netzwerke zur Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms in Nordrhein, Hamburg und Berlin. Die Arbeit der Netzwerke wurde mit dem Gesundheitspreis des Landes NRW (2012) und dem Heinrich-Sauer-Preis 2015 ausgezeichnet. Neben zahlreichen Artikeln zum Diabetischen Fußsyndrom ist er zusammen mit Dr. Gerald Engels und Stephan Morbach Autor des Buches: „Das Diabetische Fußsyndrom – über die Entität zur Therapie“.
Dr. Gerald Engels ist niedergelassener Chirurg und sowie Leitender Arzt für Wundchirurgie am St. Vinzenz Krankenhaus, Köln. Zuvor baute er den Schwerpunkt Diabetischer Fuß am Städtischen Klinikum Köln-Holweide auf. Durch seine konsequente Zuwendung zu diesem Krankheitsbild erwarb er sich eine überragende Fachkenntnis und wird als Experte für das Diabetische Fußsyndrom hoch geschätzt. Dr. Engels ist Vorsitzender des Netzwerk Diabetischer Fuß - Köln und Umgebung e.V. und ebenfalls Autor des Buches „Das Diabetische Fußsyndrom – über die Entität zur Therapie“.
OSM Herbert Türk entwickelte gemeinsam mit seinem Vater Karl Türk die Grundprinzipien der modernen orthopädieschuhtechnischen Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms. Er ist in der Arbeitsgruppe Schuhversorgung der AG FUSS DDG engagiert.

OSM Jürgen Stumpf entwickelte als Gründer des Ietec-Verbunds ein umfassendes orthopädieschuhtechnisches Versorgungskonzept für den Diabetischen Fuß. Er ist in der Arbeitsgruppe Schuhversorgung der AG FUSS DDG tätig.

 

Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Diskussion – auch im Sinne der Weiterentwicklung der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Zielgruppe: Orthopädieschuhmacher, Diabetologen, Chirurgen, Orthopäden, Podologen und alle am Diabetischen Fußsyndrom Interessierte.

Der ZVOS vergibt 11 Fortbildungspunkte, die AGOS 10 Fortbildungspunkte. Podologie 4 Fortbildungspunkte

Anmeldung und einführende Infos zum Entitätenkonzept unter http://www.ostechnik.de/3418: