05. August 2016

Deutsche sind Europameister im Schuhkauf

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Ob im europäischen Vergleich oder in der Auswertung der deutschen Marktdaten: Die Deutschen gaben 2015 gerne Geld für Schuhe aus.

Das Unternehmen Marketmedia24 hat den „Branchen-REPORT SCHUHMODE 2016“ herausgegeben. Hauptergebnis: Die Deutschen erweisen sich im europäischen Vergleich als Spitzenreiter unter den Schuhkäufern.

Denn sie gaben 2015 im Schnitt 247,47 Euro für ihre Damen-, Herren- und Kinderschuhe aus, das entspricht einem Plus von mehr als 25 Euro im Vergleich zu 2010. Auf Platz zwei schließen sich die Italiener an, die laut RegioData Research pro Kopf 210,82 Euro ausgaben. Und auch über den nächsten deutschen Schuhjahren scheint die Umsatzsonne, denn im besten Falle winkt für 2025 sogar ein Marktvolumen, das um 14 Prozent über dem heutigen liegt.

Vor allem die deutschen Frauen (ab 14 Jahre) langten 2015 kräftig zu: sie kauften Schuhe im Schnitt für 90,75 Euro ein. Die Herren gaben pro Kopf 67,85 Euro aus. Insgesamt führte die Schuhlust dazu, dass sich das Marktvolumen für Schuhe auf 9.159 Millionen Euro zu Endverbraucherpreisen summierte. Tatsächlich wuchs die Branche 2015 in allen Teilmärkten, also von Damen-, Herren-, Kinder- über Freizeit-, Sport- bis Hausschuhen. Die Herrenschuhe legten mit plus 2,8 Prozent im Vorjahresvergleich am meisten zu.

Dennoch hat sich der Druck auf den deutschen Schuhfachhandel zur Krise ausgewachsen, was auf Lieferantenseite zur verstärkten Flächen- und Absatzsuche zwingt. Onliner, die Kollegen von der Bekleidung und Vertikale nehmen die Nummer eins im Schuhhandel in die Zange. Der „Branchen-REPORT SCHUHMODE 2016“ spiegelt die allgemeine Diskussion um vertikale Geschäftsmodelle, Flächenpartnerschaften, Filialisierung, Konzentration, Multichannel, Differenzierung und Profilierung.

An der Spitze der wertbasierten Hitliste der wichtigsten Ausfuhrländer steht Frankreich. Daran an schließt sich Polen, wohin sich die Schuhexporte von 2010 bis 2015 um 95,9 Prozent gesteigert haben. Im Brexit-Land sind Schuhe aus Deutschland erst in jüngster Vergangenheit auch in Massen attraktiv. Findet sich das Exportland 2010 noch nicht unter den Top-Ländern, weist Marketmedia24 in 2015 ein Ausfuhrvolumen von 319 Millionen Euro aus. Damit erreichte das Vereinigte Königreich immerhin schon den beachtlichen dritten Rang unter den wichtigsten Exportnationen.

Unter den europäischen Ländern mit dem höchsten Schuhkonsum allerdings fehlen die Briten. Vielmehr folgen den Deutschen und den Italiener die Österreicher (194,59 Euro) auf dem dritten Platz. Auch für den deutschen Handel ist die Alpenrepublik ein interessanter Schuhmarkt: Denn die Österreicher geben Jahr für Jahr mehr Geld aus. Doch der heimische Schuhhandel profitiert nicht davon. Er musste vielmehr auch Marktanteile an deutsche Filialisten und Verbände abgeben.