06. März 2008

Zentralverband und Innungen bei Vertragsverhandlungen mit BEK/TK erfolgreich

(6.3.2008) Nach der abschließenden Verhandlungsrunde am 5. März in Wuppertal sind die Rahmenverträge und die Preisvereinbarung zwischen der Barmer Ersatzkasse (BEK)/der Techniker-Krankenkasse (TK) und dem Zentralverband Orthopädieschuhtechnik(ZVOS) unterschriftsreif. Beide Seiten werden die Verträge nochmals prüfen, doch sowohl über die Lieferbedingungen für die Betriebe als auch über die Preise konnte eine Einigung erzielt werden, gibt der ZVOS bekannt.

Damit wird deutlich, dass das Verhalten der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), den Zentralverband von den Versorgungsverträgen auszuschließen, keine allgemeine Strategie der Ersatzkassen ist (vgl. hierzu Artikel in OST 3/2008). Im Gegenteil: Die Verhandlungen mit der BEK/TK seien laut Aussage des ZVOS hart, aber immer von Fairness und gegenseitigem Respekt geprägt gewesen. Durch die Verhandlungen seien die Grundlagen für eine verlässliche und langfristige Partnerschaft gelegt worden.

Den Vertragsabschluss mit den beiden großen Krankenkassen BEK/TK, die zusammen 9,4 Millionen Versicherte repräsentieren, wertet der Zentralverband als sehr positives Signal, dass auch die Verhandlungen mit den anderen VdAK/AEV-Kassen gut verlaufen und es dort zu einem erfolgreichen Abschluss kommt.

Verträge mit den Primärkassen
In praktisch allen Bundesländern befinden sich die Innungen in Gesprächen oder Verhandlungen mit den Primärkassen über neue Rahmenverträge und Preisvereinbarungen. In einigen Ländern, wie zum Beispiel in Niedersachsen/Bremen, wurden bereits Verträge mit allen Primärkassen geschlossen. Die Rückmeldungen aus den dem Zentralverband angeschlossenen Innungen machen den ZVOS sehr zuversichtlich, dass er in diesem Jahr mit allen Primärkassen und auch den VdaK-Kassen Verträge abschließt, die seine Mitgliedsbetrieben die Lieferberechtigung über den 31. Dezember 2008 hinaus sichern.

Damit würden der Zentralverband und die Innungen mit Ihren Verträgen 90 Prozent des Marktes abdecken. Bezüglich des Versorgungsmarktes der Orthopädieschuhtechnik liegt der Anteil noch höher, denn der Anteil der klassischen Maßschuhkunden der Orthopädieschuhtechnik ist bei den Primärkassen höher als bei der Angestellten-Krankenkasse DAK, konkretisiert der Zentralverband.

Damit bewahrheitet sich für den ZVOS und seinen Präsidenten Werner Dierolf das, was man zu Jahresbeginn schon mitgeteilt habe: Es bestehe keine Notwendigkeit, sich einer anderen Vereinigung anzuschließen, um auch künftig seine Patienten versorgen zu dürfen. Der ZVOS schließt für seine Innungsmitglied Verträge – und das ganz ohne zusätzliche Gebühren, wie von Verbandsseite betont wird.

DAK: Klärung vor Gericht
Die DAK ist, so scheint es derzeit, die einzige Kasse, die weder mit dem Zentralverband noch mit Innungen einen Vertrag abschließen will. Bezüglich des Zustandekommens der Verträge hat der Zentralverband rechtliche Einwände geäußert, über die der DAK jedoch nicht zu reden bereit sei. Deshalb hat sich der Zentralverband entschlossen, das Vorgehen und das Verhalten der DAK vom Sozialgericht Hannover überprüfen zu lassen und ist zuversichtlich, dass in Sachen DAK-Vertrag noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.