25. Januar 2017

„Gemeinsam am Ball bleiben“

Sohlenversteifung und einer diabetesadaptierten Fußbettung

Am 17. März 2015 stellte sich bei mir ein Patient, 79 Jahre alt, mit DFS zur podologischen Komplexbehandlung vor. Die Befunderhebung erbringt folgendes Resultat.

– Unsicherer Gang mit Gehhilfe wegen Knie und Hüftbeschwerden (Lebensalter!);

– Konfektionsschuh ohne Einlagenversorgung;

– Diabetes mellitus Typ 2 mit oraler Therapie, Hypertonie, Hypercholesterin­ämie;

– Bisher noch keinerlei Läsionen an den Füßen;

– Skelettveränderung aufgrund des Diabetes: Hohl-Spreizfuß mit Krallenzeh- und Hallux-Valgus-Bildung;

– Alter und Krankheitsbild entsprechende Hauttrockenheit;

– Bildung von Hyperkeratose mit Einblutung und Verdacht auf Ulzeration D1 li Interphalagial-Gelenk;

– Onychogryposis O1 li.;

– Fußpulse ATP (A. tibialis posterior und ADP (A. dorsalis pedis) waren beidseits gut tastbar;

– identische, warme Hauttemperatur auf beiden Seiten;

– keinerlei Anzeichen einer venösen Stauung oder Veränderung;

– Stimmgabel-Test nach Rydell-Seifer (Apex D1 3/8 MTK I med. 3/8, Mall. med. 4/8 und Tibia 4/8);

– Weinstein 10 g Filament (beids. plantar 2/8; dorsal 1/3).

Aufgrund dieser Befunderhebung würde der Patient in die Risikoeinstufung der DDG in die Kategorie 1 eingestuft werden (siehe Tabelle 1).

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