28. März 2008

Thrombembolische Komplikationen bei Langstreckenflügen unterschätzt

(28.3.2008) Eine aktuelle Studie unterstreicht die Wichtigkeit der Thromboseprophylaxe durch Kompressions- und Reisestützstrümpfe. Denn Lungenembolien als Folge einer Flugreise kommen offenbar häufiger vor als vielfach angenommen. Sie sind häufiger als Lungenembolien infolge von Gerinnungsstörungen, Krebs, Schwangerschaft oder dauerhafter Bettlägrigkeit. Noch häufiger sind nur Lungenembolien unbekannter Ursache.

Das sind die Ergebnisse einer Studie von Ralf Lehmann von der Universität Frankfurt. Er untersuchte 257 Krankengeschichten von Patienten mit akuter Lungenarterienembolie. Lehmann präsentierte seine Ergebnisse auf der 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim. Das Treffen findet vom 27. bis 29. März statt.



Neben dem verkrampften Sitzen auf Langstreckenflügen können auch die speziellen Bedingungen an Bord zu den thrombembolischen Komplikationen beitragen, vor allem der niedrige Luftdruck.

Als vorbeugende Maßnahmen bei Flugreisen werden häufig eine Reihe von Maßnahmen empfohlen, zum Beispiel der Verzicht auf Schlaftabletten oder starken Alkoholkonsum, damit man nicht zu lange einschläft und sich deshalb kaum bewegt. Regelmäßiger Wechsel der Körperposition, häufiges Aufstehen und Herumgehen und das Tragen elastischer Stützstrümpfe gelten als sinnvoll. (Quelle: aerzteblatt.de)