02. August 2016

Die Morton’sche Neuralgie: Ein Update mit Fokus auf der konservativen Therapie

Bild_1_-Schema-interdigitale-Nerven ostechnik.de - Die Morton’sche Neuralgie: Ein Update mit Fokus auf der konservativen Therapie

Von Priv.-Doz. Dr. med. Hazibullah Waizy


Zusammenfassung
Die Pathologie der Morton’schen Neuralgie ist in Übersichtsarbeiten und Einzelstudien hinsichtlich der Diagnostik und operativen Therapie dargestellt. In den letzten Jahren bestimmen immer mehr Berichte über konservative Therapiemöglichkeiten die Diskussion. Im Jahr 2010 wurde bereits eine umfassende Übersichtsarbeit zur Morton’schen Neuralgie in der Zeitschrift „Fuß und Sprunggelenk“ publiziert. Das Ziel dieser Publikation ist es, eine aktualisierte Darstellung zur Morton’schen Neuralgie mit systematischer Durchsicht der Ergebnisse der konservativen Therapie zu präsentieren.

Methode: Dazu erfolgte die systematische Durchsicht der Literatur der Jahre 2010 bis 2015. Neuere Erkenntnisse zu Ätiologie, Diagnostik und operativer Therapie fanden Eingang in die jeweiligen Unterkapitel. Beim Fehlen von aktuellen neuen Erkenntnissen wurde auf die bekannte Literatur verwiesen. Die systematische Literaturrecherche zu konservativen Therapiemöglichkeiten beinhaltet die Einteilung nach Evidenzlevel und die zusammenfassende Darstellung und Wertung.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Diagnostisch steht weiterhin die spezifische klinische Untersuchung im Vordergrund. In der bildgebenden Diagnostik ist die MRT-Untersuchung aktuell der Goldstandard. Die Untersuchung in Bauchlage ist als vorteilhaft zu werten. Die MRT-Bildgebung nach Morton-Resektion zeigt reaktive Veränderungen sowohl bei symptomatischen als auch asymptomatischen Patienten. Die präoperative diagnostische Testinfiltration hat sich als zusätzlich sinnvoller Faktor etabliert.
In der aktuellen Literatur zeigen die Berichte der operativen Therapie eine hohe bis sehr hohe Zufriedenheit der Patienten. Die Berichte über die konservative Therapie variieren je nach Therapiemethode. Eine Überlegenheit gegenüber der operativen Therapie konnte jedoch bisher nicht dargestellt werden. Daher besteht aktuell die Empfehlung, sowohl zur Resektion des interdigitalen Nervs als auch zur Durchtrennung des tiefen intermetatarsalen
Ligaments beim Vorliegen einer symptomatischen Morton’schen Neuralgie.

Einleitung
Die Morton’sche Neuralgie ist seit der Benennung durch T. G. Morton aus dem Jahr 1876, immer wieder Gegenstand
der medizinischen Literatur. Bereits vor
T. G. Morton gab es Beschreibungen von
F. ­Civinini im Jahr 1835 und L. Durlacher im Jahr 1845 [1,2]. Einige Autoren benutzen daher die Bezeichnung intermetatarsale Neuropathie Civinini-Durlacher [3]. Im Jahr 2010 ist in der Zeitschrift „Fuß und Sprunggelenk“ eine umfassende Darstellung zur Morton’schen Neuralgie erschienen. Die vorliegende Arbeit legt daher den Fokus auf die Jahre 2010 bis 2015. Durch die systematische Literaturrecherche soll ein Update präsentiert werden, mit dem Schwerpunkt auf der Darstellung und Bewertung der aktuellen Literatur zur konservativen Therapie. Bei Fehlen neuer Erkenntnisse der aktuellen Literatur wird auf die bekannte ältere Literatur verwiesen.


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