19. Februar 2018

Die Behandlung von Apoplex-Patienten 
mit der dynamischen Unterschenkelorthese in Prepreg-Technik nach Hafkemeyer

Zusammenfassung

Die dynamische Unterschenkelorthese in Prepreg-Technik nach Hafkemeyer stellt eine leichte, individuell auf die jeweiligen Befunde des Schlaganfallpatienten angepasste Unterschenkelversorgung dar, die in der Lage ist, die Gangsicherheit und Gangqualität deutlich zu verbessern und den Leistungsumfang in Bezug auf den Aktionsradius zu steigern.

Dabei handelt es sich um ein individuelles Orthesenkonzept, mit dem die Tonusverhältnisse 
(Spastik) beeinflusst, die Fußheberparese kompensiert und die motorische Kontrolle während des Schrittzyklus verbessert werden. Diese Unterschenkelorthese ist nicht konfektioniert, hochindividuell anpassbar und ermöglicht­ verschiedene Vorfuß- und Unterschenkelhebel, Flexions-, Extensions- und Torsionsmöglichkeiten der Carbonfeder und eine Fußfassung von geringem Volumen, dass das Tragen von Konfektionsschuhen in der Regel möglich ist.

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich sowohl physiotherapeutisch als auch medizinisch mit der Behandlung von cerebralparetischen Kindern und Jugendlichen, zu denen auch ein Großteil halbseitengelähmter Kinder zählen, die häufig bereits intrauterin einen Apoplex erlitten haben, der nach der Geburt durch die motorischen Seitendifferenzen auffällig wird. Diese Patienten sind orthopädietechnisch in aller Regel gut versorgbar und mit geeigneten Hilfsmitteln in der Lage, im Alltag mit ihrer Orthese ein hohes Maß an Selbstständigkeit zu erlangen.

Seit meiner Beschäftigung mit der 
dynamischen Unterschenkelorthese in 
Prepreg-Technik in Zusammenarbeit mit hervorragenden Orthopädietechnikern rücken wegen der Ähnlichkeit der motorischen Probleme auch Erwachsene mit Halbseitenlähmung nach Schlaganfall immer mehr in meinen Behandlungsfokus, wobei ich als Angehöriger eines SPZ´s nicht berechtigt bin, Patienten jenseits des 18. Lebensjahres 
regelmäßig zu untersuchen und zu 
behandeln. Die Betroffenheit dieser Schlaganfallpatienten ist im Straßenbild häufig sehr auffallend, da sie durch das motorische Ungleichgewicht in der Gangqualität und vor allem in der Gangsicherheit beeinträchtigt sind. Diese Auffälligkeiten werden durch viele Faktoren bedingt, die nicht selbst in der Natur des einzelnen Patienten begründet sind. Dennoch gibt es einen großen Teil der Patienten, die unversorgt bleiben, obwohl es geeignete Hilfsmittel gibt, mit denen diesen Patienten geholfen werden kann. Häufig sind auch insuffiziente oder falsche Versorgungen für die dauerhafte Beeinträchtigung des Gangbildes verantwortlich, wobei häufig der Eindruck besteht, dass auch von medizinischer Seite her das Wissen um die korrekte Versorgbarkeit dieser Patienten nicht vorhanden ist.

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