09. Mai 2019

Konservative Therapieempfehlungen beim kindlichen (Knick-)Senkfuß

Foto: AdobeStock/Andrey Volokhatiuk

VERENA FENNER1 | MATTHIAS HÖSL2| LEONHARD DÖDERLEIN3

Mit dieser Pilotstudie wurde überprüft, ob konservative Therapieempfehlungen ohne weiterführende apparative, objektive Diagnostik der plantaren Druckverteilung beim kindlichen Senkfuß gegebenenfalls zu subjektiv sind, und ob die Empfehlungen durch objektive Daten aus der Druckverteilung gestützt werden können. Hierzu wurde überprüft, ob die Therapieempfehlungen bei Kleinkindern, welche wegen ihres vermeintlichen (Knick-)Senkfußes bei (Kinder-)Orthopäden und Pädiatern in der Sprechstunde waren, durch objektive Druckverteilungsparameter nachvollziehbar sind.

Insgesamt konnten 26 Kinder zwischen 2 bis 5 Jahren in die Studie eingeschlossen und 52 Kinderfüße analysiert werden. Die Kinder wurden beim barfüßigen Gehen mit ihrer selbstgewählten Geschwindigkeit gemessen. Ergänzend zu den Druckverteilungsmessungen wurden im Ganglabor klinische Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten u. a., dass die Ärzte mehr Füße mit der Diagnose Senkfuß und Knicksenkfuß therapierten, als die Autoren in der klinischen Untersuchung und Druckverteilungsmessung identifizieren konnten. Sie deuten darauf hin, dass die Therapieempfehlungen beim kindlichen Knick-Senkfuß vor allem bei den 4 bis 5-Jährigen zu subjektiv sind und es sowohl zur Unterversorgung, aber vor allem zur Überversorgung des kindlichen (Knick-) Senkfußes zu kommen scheint.

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