01. April 2008

Schuhversorgung soll untersucht und bewertet werden

(3.4.2008) Einen Verordnungsbogen zur Schuhversorgung und einem Evaluationsbogen zur Nachuntersuchung verabschiedete die Arbeitsgruppe Schuhe bei der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß am 1. März in Hannover. Zwei Instrumente, welche die Schuhversorgung vereinfachen und langfristig auch verbessern sollen. Damit legte die AG Diabetischer Fuß bei ihrer Jahrestagung in Hannover die Grundlage für eine wissenschaftliche Untersuchung zur Qualität der Schuhversorgung beim diabetischen Fußsyndrom. Bis die Daten vorliegen, wird es aber wohl noch eine Weile dauern.

Der von der Arbeitsgruppe Schuhe verabschiedete Verordnungsbogen für die Schuhversorgung soll zunächst, so das Ziel, bundesweit einheitlich für eine genauere und nachvollziehbare Verordnung von Schuhen und Fußbettungen in der Diabetesversorgung sorgen. Er soll helfen, die Kommunikation zwischen Handwerk, Ärzten, Kassen und Medizinischem Dienst zu vereinfachen.

Der Verordnungsbogen orientiert sich sehr stark an dem von der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Schuhversorgung beim diabetischen Fußsyndrom im Jahr 2005 erarbeiteten Kategorisierungsschema zur Schuhversorgung beim diabetischen Fußsyndrom. So soll die Verbindung zwischen medizinisch indizierter Versorgung und entsprechend kompetenter Verordnung des Hilfsmittels geschaffen werden. Der Verordnungsbogen kann auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß eingesehen werden.

Aufbauend auf dem Verordnungsbogen soll der ebenfalls in Hannover verabschiedete Evaluationsbogen zur Schuhversorgung Daten über die Wirksamkeit und Qualität der Schuhversorgung beim diabetischen Fußsyndrom liefern. Die Idee: Der Verlauf der Versorgungen, die nach dem neuen Verordnungsbogen gefertigt wurden, soll über ein Jahr verfolgt und dokumentiert werden. Hierbei werden im Wesentlichen der Zustand des Hilfsmittels und seine Passform kontrolliert. Bei einer genügend großen Anzahl von dokumentierten Versorgungen – bei der Tagung wurde eine Zahl von 4000 Schuhversorgungen genannt – ließe sich dann eine statistisch verwertbare Aussage treffen, wie haltbar und wie erfolgreich die Schuhversorgungen sind.

Einen ausführlichen Bericht der Tagung lesen Sie in der Aprilausgabe der Orthopädieschuhtechnik.