30. Mai 2018

Frauen in der OST (2): 
Wunschberuf in Teilzeit

VON PETRA ZIMMERMANN: Orthopädieschuhmachermeisterin Yvonne Pawlowski arbeitet seit über 20 Jahren in ihrem Beruf und hat bei verschiedenen Arbeitgebern mehrheitlich gute Erfahrungen gemacht. 
Als junge Meisterin stieß sie aber auch auf Hindernisse.

Wie sie ihren Wunschberuf mit ihrer Aufgabe als Mutter durch Teilzeit vereinbaren konnte, erzählt die 46-Jährige im Interview.

Frau Pawlowski, Sie haben erfolgreich Ihren Weg als angestellte Meisterin bewerkstelligt. Wie verlief Ihre berufliche Laufbahn?

Nach meinem Abitur und einem freiwilligen sozialen Jahr habe ich über die OST eine Ausbildungsstelle bei einem Freiburger Sanitätshaus gefunden. Nach erfolgreichem Abschluss wollte ich gerne in eine andere Stadt und kam 1995 nach Düsseldorf. Hier arbeitete ich als Vollzeitkraft bei verschiedenen Arbeitgebern.

Wie war der Einstieg als Frau in diese Männerdomäne?

Während meiner Ausbildung und meiner Zeit als Gesellin wurden da keine Unterschiede gemacht. Außerdem arbeiten im Sanitätshaus viele Frauen, zum Beispiel im Büro, als Verkäuferinnen oder in der Orthopädietechnik. In der Branche wurden Fachkräfte gesucht, da spielte das Geschlecht keine Rolle.

Als Gesellin war eher mein Alter ein Thema, da gab es ältere Kollegen, die wollten eine jüngere Kollegin nicht an sich vorbeiziehen lassen. Deshalb wechselte ich für ein gutes Jahr nach Frankfurt, weil ich anschließend zur Meisterschule wollte.

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