11. Juni 2018

Keine Lust auf Arbeit? Innere Kündigung von Mitarbeitern vermeiden

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Foto: pathdoc/Fotolia

Von Birgit Hallmann: In vielen Unternehmen gibt es immer wieder einzelne Mitarbeiter, die unmotiviert und 
interesselos zur Arbeit kommen und denen ihre Tätigkeit erkennbar keine Freude macht.


In diesen Fällen spricht man gerne von einer „inneren Kündigung“ durch den Mitarbeiter. 
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich diese negative Arbeitseinstellung oft vermeiden.

Als „innere Kündigung“ bezeichnet man ein Verhalten von Mitarbeitern, das durch  Lustlosigkeit, Gleichgültigkeit und geringe oder fehlende Eigeninitiative gekennzeichnet ist. Der Mitarbeiter macht umgangssprachlich „Dienst nach Vorschrift“. Anders als die formale Kündigung ist die innere Kündigung für Dritte nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Der Mitarbeiter hat in diesem Fall nicht den formalen Arbeitsvertrag, sondern den „psychologischen Vertrag“ mit dem Unternehmen gekündigt und versucht, mit minimalem Arbeitseinsatz seinen Arbeitsplatz zu behalten.

Die Ursachen

Zur inneren Kündigung kommt es in den meisten Fällen schleichend und über einen längeren Zeitraum. Zu den häufigsten Gründen zählen fehlende Anerkennung, geringe Aufstiegschancen, Übergehen bei Beförderungen, als ungerecht empfundene Leistungsbeurteilungen, fehlende Einbeziehung in betriebliche Entscheidungen, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten, zu geringe Kompetenzen  und ein als zu niedrig empfundenes Gehalt. Der Grund für eine innere Kündigung liegt also meist nicht in der Art der fachlichen Tätigkeit, sondern in den „Rahmenbedingungen“, unter denen die Tätigkeit ausgeübt wird.

Die Folgen

Die innere Kündigung hat oft weitreichende Folgen für das Unternehmen und den Mitarbeiter. Beim Mitarbeiter führt die innere Kündigung meist zu einer Veränderung des Sozial- und Arbeitsverhaltens. Da sich der Mitarbeiter subjektiv als ungerecht oder unangemessen behandelt fühlt, reduziert er zum Ausgleich oder aus Resignation seinen persönlichen Arbeitseinsatz auf ein Mindestmaß. Die Gedanken richten sich während der Arbeitszeit verstärkt auf das Privatleben und die Berufstätigkeit wird zunehmend als notwendiges Übel zum Geldverdienen gesehen. Die Loyalität gegenüber dem Unternehmen schwindet und die Darstellung der eigenen Tätigkeit bzw. des Unternehmens fällt in Gesprächen mit Kollegen, Freunden und Bekannten deutlich negativ aus. Weitere typische Folgen sind sarkastische Kommentare über die berufliche Situation, eine zunehmende Distanz zu Kollegen, abnehmende Hilfsbereitschaft, Unhöflichkeit gegenüber Kunden und häufige Fehlzeiten wegen Bagatellerkrankungen. Der Mitarbeiter beteiligt sich meist nicht mehr aktiv an Diskussionen und bringt weder Ideen noch Kritik ein. Eine tatsächliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses wird von den Betroffenen trotz der unbefriedigenden Situation in vielen Fällen nicht erwogen – entweder weil kein besserer Arbeitsplatz zur Verfügung steht oder weil finanzielle Einbußen oder sogar Arbeitslosigkeit in Kauf genommen werden müssten.

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