06. September 2021

Lieferengpässe führen zu Preiserhöhungen

OSM Anastasia Anastasiadou wird ständig mit Preiserhöhungen seitens der Lieferanten konfrontiert, auch von Kollegen hört sie Ähnliches. Foto: Christian Volk
ULRIKE KOSSESSA
 
Corona-bedingte Lieferengpässe treiben die Preise in vielen Branchen in die Höhe. Das kommt nun auch in der Orthopädieschuhtechnik an – die Betriebe erhalten zunehmend entsprechende Ankündigungen von ihren Lieferanten. Ein- und Ausblicke von verschiedenen Seiten der Branche. Während die dritte und die beginnende vierte Corona-Welle weltweit die unterschiedlichsten Entwicklungen nehmen, ziehen Industrie und Dienstleistung in den meisten europäischen Ländern wieder deutlich an. Verstärkt seit Frühjahr 2021 spürbar, werden aus Asien stammende Vorprodukte wie Metall, Plastik oder Chemikalien rar. „Hamsterkäufe“ im großen Stil verschärfen die Lieferengpässe, und die Blockade des Suez-Kanals trägt ihren Teil zur Verknappung bei. Die Medien berichten vorzugsweise über Notstände in der Auto- und in der Baubranche, über steigende Erzeugerpreise für Baustoffe wie Holz und Stahl. So verteuerten sich die Preise für importierte Vorleistungsgüter im Juni 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich um 17,1 Prozent, wie Destatis am 28. Juli 2021 mitteilte. An der Spitze lagen hier, neben Eisenerz (+ 97,4 %), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+ 40,9 %), gesägtem und gehobeltem Holz (+ 43,9 %) auch Kunststoffe in Primärformen (+ 44,0 %), die Basis für viele Produkte in der Orthopädieschuhtechnik sind. Letztere ist nicht so medien-, dafür aber systemrelevant. Aufgrund dessen durften die Orthopädieschuhtechnikbetriebe ihre Kunden auch während der Lockdown-Phasen weiterhin betreuen, litten aber mehr oder weniger schwer unter den verwaisten Innenstädten. Laufkundschaft fehlte genauso wie die Stammkunden. Viele schoben den Besuch beim Arzt zum Ausstellen eines Rezeptes aus Angst vor einer Ansteckung auf. Seitdem sich die Corona-Situation in Deutschland wieder entspannt hat, die Inzidenzwerte gesunken sind, zieht die Nachfrage auch in den Betrieben für Orthopädieschuhtechnik spürbar an. Zudem besteht Nachholbedarf. Doch wie sieht es hier mit den Warenketten aus, sind die nötigen Materialien  und Produkte in ausreichendem Umfang erhältlich – und zu welchem Preis?
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