05. September 2017

Schöne Lochmuster stanzen

Deko-Element
Anders gestalten Im nächsten Tutorial zeige ich, welche kreativen Möglichkeiten es beim Schaftbranding gibt.

Eine der aufwändigsten Möglichkeiten, einen orthopädischen Maßschuh zu verschönern, ist das Anbringen von Lochmustern. Das Lochen dient der Klimatisierung eines Maßschuhes, kann aber auch pures Deko-Element sein. Gängige Lochmuster sind Blumen, mit denen der Schaft bei Damenschuhen verziert wird oder die Lyralochung bei den Budapestern.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, eine Lochung extravaganter und moderner wirken zu lassen. Ich zeige nun drei Beispiele.

Man kann für die Lochmuster normale Lochpfeifen verwenden oder den Lochpfeifenkasten.

Die Leder, die gelocht werden, sollten möglichst unifarben sein. Denn wenn die Lederbeschaffenheit sehr unruhig ist, kommen die Lochmuster nicht schön zur Geltung. Die gemusterten Ledersorten kann man allerdings sehr gut zum Unterlegen verwenden, vor allem, wenn die Löcher eine Größe von 5 Millimetern und mehr haben.

Als Vorlagen verwende ich sehr gerne geometrische Muster oder Mandalas. Dadurch spart man sich das Zeichnen.

Natürlich kann man auch mit einer Silbermine jeden einzelnen Punkt anzeichnen, aber das ist deutlich mehr Arbeit.

Bevor man mit dem Zeichnen und Lochen beginnt, sollte man sich zunächst überlegen ob man das Gelochte unterlegen möchte.

Falls ja, sollte sich ein leichter Kontrast ergeben, damit man die Lochung auch sieht. In den Beispielen habe ich es mit unterschiedlichen farbigen Ledern unterlegt. Diese wurden dafür extradünn geschärft und anschließend mit einem Flies unterlegt. Je kleiner die Löcher werden, desto mehr Kontrast braucht man.

Vorsicht! Je kleiner der Abstand der Lochungen wird, desto weniger Zug sollte auf den Schaft kommen. Auch wenn das gelochte Leder verstärkend unterlegt wird, kann es gerade an der Spitze ausreißen. Der Schaft ist dann unwiederbringlich zerstört und man muss mit der aufwändigen Lochung von vorne beginnen.

Beim Lochen des Mandalas wird die Vorlage einfach auf das Lederteil gelegt. Normalerweise hat man das Quartier dann schon fertig ausgeschnitten und gebuggt oder anderweitig zugerichtet. Anschließend wird es mit Klammern oder feinen Nadeln fixiert. Dies ist davon abhängig, ob es später noch einmal ausgeschnitten und aufgeklebt wird, oder ob die Lochung direkt auf das Schaftteil kommt. Nun wählt man ­eine Lochpfeife und locht durch das Papier. Zwischendurch sollte man kontrollieren, ob die Löcher noch gleich aufliegen.

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