26. Juni 2008

Deutschland soll in Form kommen

(26.6.08) Die Bundesregierung hat Länder und Kommunen aufgefordert, sich an ihrem Programm gegen Übergewicht und bessere Ernährung zu beteiligen. Vor allem die Länder mit ihrer Zuständigkeit für Schulen, aber auch Kommunen und Einrichtungen wie Sportvereine seien für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Ernährung wichtig, machten Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am 25. Juni in Berlin deutlich. Zuvor hatte das Kabinett den Aktionsplan gebilligt. Seehofer versicherte, dass der Bund bei seinem Programm gegen Übergewicht «nicht diskriminieren» und auch nicht mit Verboten vorgehen wolle. Er distanzierte sich denn auch von der Formel "Fit statt Fett" und unterstrich den Anspruch "Deutschland in Form" bringen zu wollen. Für diese Überzeugungsarbeit hin zu einer Verhaltensänderung sei "ein langer Atem" notwendig. Daher sei das Programm bis 2020 angelegt. "In Deutschland soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung in allen Lebensbereichen fest verankert sind", heißt es in dem Entwurf. Seehofer wie Schmidt erläuterten, dass ein großer Anteil der Gesundheitsausgaben auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen sei. Seehofer sprach von bis zu 70 Milliarden Euro. In Deutschland gelten zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 80 als zu dick. Unter Kindern und Jugendlichen sind 15 Prozent übergewichtig oder fettleibig