14. Oktober 2008

Zentralverband widerspricht Darstellung der DAK

(14.10.08) In einem Schreiben an das Bundesversicherungsamt wendet sich der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik (ZVOS) gegen die auf der Homepage der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) veröffentlichen Aussagen bezüglich der Vertragsverhandlungen mit dem ZVOS. Wie berichtet hatte das Bundesversicherungsamt (BVA) die DAK aufgefordert, Vertragsverhandlungen mit dem ZVOS wieder aufzunehmen, weil die DAK nach Auffassung des BVA mit zweierlei Maß gemessen habe. Die DAK wies auf Ihrer Homepage diesen Vorwurf unter Berufung auf das Sozialgericht Hannover zurück (s. Nachrichten vom 10.10.08 und 16.9.08). Dieses habe den Antrag des ZVOS auf einstweilige Anordnung gegen die DAK abgelehnt. In Ihrem Schreiben an das BVA, schreibt die DAK auf der Internetseite, habe man insbesondere die fehlende Bereitschaft des ZVOS hervorgehoben, als verantwortlich handelnder Vertragspartner für die qualitativ hochwertige Versorgung der Versicherten einzustehen. Diese fehlende Bereitschaft habe der ZVOS im SG-Verfahren bestätigt.

Genau dieser Behauptung widerspricht der ZVOS entschieden. Richtig sei, dass dem ZVOS keine Zeit eingeräumt worden sei, um die gestellten Forderungen zu erfüllen. Unrichtig sei auch die Behauptung der DAK, dass kein Entgegenkommen bei der Einrichtung einer zentralen Abrechnung vom ZVOS verzeichnet worden sei. Die DAK habe darauf bestanden, dass zum vorgesehenen Inkrafttreten des Vertrages (1.1.2008), die zentrale Abrechnung möglich sein müsse. Ein Entgegenkommen sei gerade nicht signalisiert, sondern vielmehr verweigert worden. Der ZVOS hätte, die zentrale Abrechnungsstelle innerhalb eines Vierteljahres einrichten können. Dies sei aber abgelehnt worden.
Da man davon ausgehen müsse, dass die unrichtigen Behauptungen auf der Homepage auch in dem Antwortschreiben der DAK enthalten sind, halte man, so der ZVOS im Schreiben an das BVA, eine Richtigstellung für angezeigt.