23. Dezember 2008

DAK und ZVOS wollen gemeinsamen Vertrag

(23.12.08) Im Dezember 2008 hatte die Deutsche Angestellten Krankenkasse die Vertragsverhandlungen mit dem Zentralverband Orthopädieschuhtechnik (ZVOS) abgebrochen. Ein Jahr später, im Dezember 2009, gingen die beiden Parteien wieder aufeinander zu.

„Die neuen Regelungen des GKV-OrgWG, für die wir uns mit den anderen Gesundheitshandwerken vehement eingesetzt haben, würden es auch ermöglichen, bis Ende 2009 die DAK-Versicherten ohne Vertrag zu versorgen“, sagt ZVOS-Präsident Werner Dierolf. „Doch wir haben immer das Ziel verfolgt, als Zentralverband für unsere Mitglieder eigenen Verträge abzuschließen“. Dies, so Dierolf, sei vor allem auch wichtig gewesen, weil die gesetzlichen Regelungen und der vertragslose Zustand zu großen Unsicherheiten auf beiden Seiten geführt hätten.

Trotz der teilweise mit harten Bandagen geführten Auseinandersetzung mit der DAK, sei man das ganze Jahr über immer im Gespräch geblieben, berichtet Werner Dierolf. Auf der menschlichen Ebene funktioniere der Kontakt. Und so sei es über viele Gespräche gelungen, das auf beiden Seiten verloren gegangene Vertrauen wieder aufzubauen und vernünftig über eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu sprechen. Für die Verhandlungen mit der DAK hat der Zentralverband ein Verhandlungs- und Abschlussmandat der Länder. Diese haben allerdings nach Vertragsabschluss ein Widerspruchsrecht.

Noch vor Weihnachten einigten sich beide Parteien darauf, sich im Januar zu Vertragsverhandlungen zu treffen und die Modalitäten festzulegen. Der Vertrag soll zwischen der DAK und dem ZVOS geschlossen werden, so Dierolf. Er werde sich aber an bestehende Verträge anlehnen. Bereits im Dezember vereinbarten beide Parteien, dass die Umlenkungsversuche von Patienten zu Vertragspartnern durch DAK-Mitarbeiter sofort eingestellt werden sollen. Bis zum Vertragsabschluss sollen die Kostenvoranschläge auf der Basis des Egroh-Vertrages genehmigt werden.