23. Januar 2009

Reha Rating Report 2009 : Harte Zeiten für Rehakliniken

Ab 2010 werden hohe Tarifabschlüsse, die Folgen der Finanzkrise und der Gesundheitsfonds dazu führen, dass sich die Lage der Rehakliniken in Deutschland verschlechtert. Dies zeichnet sich ab, obwohl die Rehakliniken in Deutschland in den vergangenen Jahren stärker ausgelastet waren als zuvor, stellt der Reha Rating Report 2009 fest.  Datengrundlage des Reports des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, der Unternehmensberatung ADMED GmbH und des Institute for Health Care Business GmbH sind Bilanzen von Rehakliniken aus 2006, welche die Gesundheitsökonomen auf 2007 und 2008 hochgerechnet haben. Je nach Trägerschaft zeigen sich Unterschiede in der Auslastung der Kliniken. So waren Rehakliniken in privater Trägerschaft im Jahr 2006 mit 71,3 Prozent deutlich geringer ausgelastet als solche in öffentlich- rechtlicher Trägerschaft mit 87 Prozent. Die höchste Auslastung konnten die Kliniken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) mit durchschnittlich 93,3 Prozent verbuchen. Die Zahl der stationären Reha- und Vorsorge-Einrichtungen ist nach dem Report rückläufig. In den Jahren 1997 bis 2006 sank sie um 9,5 Prozent auf 1.255 Kliniken, während die Verweildauer im gleichen Zeitraum um sechs Prozent sank. Gleichzeitig stieg die Zahl der Fälle um 17 Prozent auf 1,8 Millionen, die der Belegungstage um zehn Prozent. Das größte Wachstum konnten die Psychiatrie mit einem Plus von 75 Prozent und die Neurologie mit einem Plus von 70 Prozent verbuchen. Nach Einschätzung der Wissenschaftler dürften einige Kliniken Schwierigkeiten haben, sich in den nächsten zehn Jahren am Markt zu behaupten. Zu erwarten sei, dass einige Kliniken schließen und andere sich zu Ketten zusammenschließen.