02. Februar 2009

ZVOS handelt eigenen Vertrag mit der DAK aus

Noch zum Ende des vergangenen Jahres hatten sich die Deutsche Angestellten Krankenkassen (DAK) und der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik darauf verständigt, im Januar 2009 Vertragsverhandlungen über die Versorgung mit Hilfsmitteln aufzunehmen. Nun ist der Vertrag unterschrieben. „Damit schaffen wir für unsere Mitglieder und Kunden klare Verhältnisse – und zwar bundesweit", erklärte ZVOS-Präsident Werner Dierolf nach der Vertragsunterzeichnung.

Der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik (ZVOS) hat einen eigenen Versorgungsvertrag mit der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) geschlossen. Ab dem 1. Februar können die Innungsbetriebe nach Beitritt zum Vertrag zu den ausgehandelten Rahmenbedingungen und Preisen die Versicherten der Krankenkasse mit orthopädischen Schuhen und weiteren Leistungen des Gesundheitshandwerks versorgen.
Der Vertrag beendet damit die seit über einem Jahr schwelende juristische Auseinandersetzung zwischen dem ZVOS und der DAK um einen eigenen Abschluss für das Orthopädieschuhmacherhandwerk, nachdem das Bundesversicherungsamt im Herbst des vergangenen Jahres darauf hinwies, dass die DAK sich einem Vertrag mit dem Zentralverband nicht entziehen könne. „Die zermürbende Unsicherheit in den Betrieben gehört endlich der Vergangenheit an. Wir haben es geschafft, für unsere Mitglieder so schnell wie möglich klare Verhältnisse zu schaffen. Jetzt besteht für jeden Orthopädieschuhmachermeister wieder Rechtssicherheit, und zwar bundesweit“, kommentierte Werner Dierolf, ZVOS-Präsident, den Abschluss der Vertragsverhandlungen. Die nun ausgehandelten Positionen orientieren sich laut ZVOS weitgehend an dem Vertrag, den die DAK mit der Einkaufsgenossenschaft in der Orthopädietechnik, EGROH, bereits im Vorjahr geschlossen hat. Über die Inhalte und die Abwicklung des Vertrages, die speziell an die Verhältnisse der in den Innungen organisierten Betriebe angepasst wurden, wird der Zentralverband in Schulungen informieren. Die ersten Termine finden in Berlin und Hannover statt. Laut Präsident Dierolf können nur die Innungsbetriebe dem Vertrag beitreten, die zuvor diese Schulung besucht haben. „Wir sollten die Betriebe schnellstens mit den neuen Bedingungen vertraut machen, damit wir letztendlich auch unseren Kunden Klarheit verschaffen“, sagte Dierolf.
Christiane Mahnke

Schulungen zum DAK-Vertrag

Die ersten Schulungstermine zum neuen DAK-Vertrag finden an folgenden Terminen statt:

Sonnabend, 14. Februar 2009: 10 bis 12 Uhr, im Zentrum der Gewerbeförderung der HWK Potsdam in Götz bei Potsdam.
14 bis 16 Uhr, im Bildungs- und Technologiezentrum der HWK Berlin.

Sonnabend, 28. Februar 2009: von 9 bis 11 Uhr und von 16 bis 18 Uhr in der Eilenriedehalle Hannover im Rahmen der Tagung der Studiengemeinschaft Orthopädieschuhtechnik.

Anmeldungen sind per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Angabe der jeweiligen Termine und Orte möglich. Die weiteren Schulungstermine werden rechtzeitig bekannt gegeben.