05. Februar 2009

DAK-Studie: DMP-Gesundheitsprogramme zeigen Wirkung

Den Erfolg von so genannten Disease-Management-Programmen bei chronisch kranken Menschen sieht die DAK durch eine eigene Studie bestätigt. Diese belege, dass DMP bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und Koronarer Herzkrankheit weniger Komplikationen, ein gesteigertes Wohlbefinden und eine bewusstere Lebensweise bewirke. Die Kasse hatte in der Studie die Daten von 20.000 Patienten analysiert.
Bei den am DAK-Programm teilnehmenden Diabetes-Patienten reduzierte sich innerhalb von rund einem Jahr die Anzahl der Über- und Unterzuckerungszuständen auf mehr als die Hälfte. „Gute Betreuung und gut eingestellte Werte bei Diabetes mellitus Typ 2 Patienten senken auch das Risiko, an einer typischen Folgeerkrankung zu leiden“, bewertet der DAK-Experte für Gesundheitsprogramme, Dr. Christoph Gries, die Ergebnisse.

Auch für die Diagnose Koronare Herzkrankheit (KHK) zeigte die Auswertung der Patientendaten den Erfolg des DAK-Programms. Zu Beginn des Untersuchungszeitraums war der Arzt noch mit der Blutdruckeinstellung eines jeden vierten Patienten unzufrieden. Nach 15 Monaten galt das nur noch für jeden sechsten Fall. In der Folge ging auch die Zahl der stationären Notfallbehandlungen zurück. Hier sank der Anteil von 4,3 auf 2,9 Prozent, also um rund ein Drittel. Einen erstaunlichen Erfolg gab es auch im Bereich der Lebensführung, für die das DAK-Gesundheitsprogramm die Aufgabe des Rauchens empfiehlt: der Raucheranteil ging um 25 Prozent zurück.

Auch die Motivation der Patienten, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun, sei durch die Teilnahme am DMP gestiegen. Mehr als die Hälfte der 500 repräsentativ ausgewählten Befragten fühle sich „motiviert und unterstützt, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun“. Vor allem die speziell für Programmteilnehmer ausgearbeiteten Angebote wie themenbezogene Informationshefte, regelmäßige Newsletter und Schulungsangebote seien sehr positiv bewertet worden. Die Kasse ist zufrieden mit den Ergebnissen der Studie. „Die Bedeutung von DMP als Versorgungsform nimmt weiter zu", erklärte Peter Fey, Leiter der DAK-Gesundheitsprogramme. Die DMP-Verträge sollen deshalb von der AOK fortgeführt und weiterentwickelt werden.