24. März 2009

Infektionsgefahr durch Insulin-Pen

Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA warnt davor, in Kliniken einen Insulin-Pen von mehreren Diabetes-Patienten nutzen zu lassen. Dies berge ein Infektionsrisiko, selbst wenn die Nadeln vor jeder Injektion gewechselt würden, heißt es in einem Informationsschreiben.  
An einer US-Klinik waren Insulinpens offenbar bei mehreren Patienten eingesetzt worden. 2.000 oder mehr Diabetikern seien die auf diese Weise einem Infektionsrisiko ausgesetzt worden. Die Arzneibehörde FDA weist darauf hin, dass die Pens niemals von mehr als einem Patienten benutzt werden dürfen. Ein Infektionsrisiko sei auch dann vorhanden, wenn, wie in den Kliniken geschehen, die Nadeln vor jeder Injektion gewechselt würden. Kontaminationen seien auch in dem Reservoir und in der Kartusche möglich.

Die betroffenen Patienten würden kontaktiert und ihnen würden Tests auf Hepatitisviren und HI-Viren angeboten, schreibt die FDA. Bei einigen potenziell exponierten Patienten wurden Hepatitis-C-Viren nachgewiesen. Es sei aber nicht bekannt, ob sie sich durch das Pen-Sharing infiziert haben oder ob es sich um ältere nicht bekannte Infektionen handelt, teilt die FDA mit.