26. März 2009

Delegiertenmehrheit kritisiert Vorgehen des ZVOS-Vorstandes beim DAK-Vertrag

Die Art und Weise, wie der Vertragsabschluss mit der DAK Ende Januar zustande kam, wird von der Mehrheit der Delegierten des Zentralverbandes Orthopädieschuhtechnik kritisiert. Dies ist das Ergebnis der außerordentlichen Delegiertenversammlung, die am 25. März in Kassel stattfand. Deshalb wird der Vertrag nochmals auf die Tagesordnung der ordentlichen Delegiertenversammlung am Samstag, 4. April 2009, in Hannover gesetzt. Dann wollen die Mitglieder des Zentralverbandes darüber entscheiden, „ob und wie der Vertrag weiter gelebt werden kann“, so ZVOS-Präsident Werner Dierolf.

Die außerordentliche Zusammenkunft wurde von den Landesinnungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Saarland und dem Landesinnungsverband Nordrhein-Westfalen beantragt. Sie haben auf dieser Sitzung deutlich gemacht, dass sie dem Verbandsvorstand noch vor den eigentlichen Vertragsverhandlungen das Verhandlungs- und Abschlussmandat entzogen hatten und somit jede Grundlage für Verhandlungen im Auftrag der Mitglieder fehlte. Demgegenüber haben die neun verbleibenden Landesinnungen und -innungsverbände jedoch darauf bestanden, den Vertrag abzuschließen. „Hier haben wir uns in einer Zwickmühle befunden. Unser Ziel war es, den Betrieben einen Vertrag anzubieten, dem sie freiwillig beitreten können“, erklärte Dierolf die damalige Entscheidung des Vorstandes.

Christiane Mahnke