28. April 2009

Versandapotheken: Internet-Register soll für Transparenz sorgen

Für den Versandhandel mit Medikamenten ist ein neues Register und ein Siegel eingeführt worden. Dieses soll für Verbraucher erkennbar machen, ob eine Apotheke eine behördliche Erlaubnis zum Versandhandel in und nach Deutschland besitzt.

Der Versandhandel mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln in Deutschland ist seit 2004 erlaubt. Für Versandapotheken gelten dabei dieselben Anforderungen wie für jede öffentliche Apotheke (Präsenzapotheke). Bislang konnten Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet jedoch nicht erkennen, ob eine Apotheke eine behördliche Erlaubnis zum Versandhandel in bzw. nach Deutschland besitzt.

Dies ist jetzt möglich über ein Versandapothekenregister und ein damit verknüpftes Sicherheitslogo, die das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) seit dem 21. April 2009 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit zur Verfügung stellt. In diesem Register werden nur die Apotheken erfasst, die über eine behördliche Erlaubnis zum Versand von Arzneimitteln für Deutschland verfügen (§ 43 Abs. 1 Satz 1 AMG) und die ihr Einverständnis zum Eintrag in das Versandapothekenregister gegeben haben. Für den Inhalt des Versandapothekenregisters sind die Stellen verantwortlich, die nach Landesrecht für die Apothekenüberwachung zuständig sind.

 Legale Versandapotheken können das Sicherheitslogo in Ihren Internetauftritt integrieren. Wenn Verbraucher auf das Logo klicken, gelangen sie auf den entsprechenden Eintrag im Versandapothekenregister beim DIMDI. Bei registrierten Apotheken öffnet sich ein Fenster, das die wichtigsten Daten dieser Apotheke enthält, z. B. Anschrift und Kontaktdaten. Die dort aufgeführte Internetadresse verlinkt (zurück) auf die Apotheken-Webseite(n). Ist die angefragte Apotheke nicht im Versandapothekenregister erfasst, erscheint der Hinweis, dass keine Aussage darüber gemacht werden kann, ob die Apotheke eine Versandhandelserlaubnis besitzt.