11. Mai 2009

Techniker Krankenkassen warnt vor zu engen Schuhen

Enge und unpassende Schuhe können zu Fußdeformitäten mit anschließend notwendiger Fußoperation führen. Darauf weisen ausnahmsweise einmal nicht Ärzte oder Orthopädieschuhmacher hin, sondern die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. An jedem Tag würden in Hessen im Schnitt neun Frauen mit einem durch zu enge Schuhe verursachten "Hallux valgus" im Krankenhaus behandelt, dagegen nur ein Mann.

Insgesamt würden jedes Jahr in Hessen  fast 2.900 Menschen mit  "Hallux valgus" in der Klinik behandelt, darunter 100 Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.

In einer Pressemitteilung warnt die die TK Hessen deshalb vor den Gefahren zu enger Schuhe und klärt über den Hallux valgus auf. Ein Hallux valgus entstehe, wenn der vordere Fuß so stark eingeengt wird, dass es zu Fehlstellungen der Gelenke zwischen Zehen und Fuß kommt. Dadurch bilde sich an der Innenseite des Fußes an der Großzehe ein Schleimbeutel. Hohe Absätze verstärkten den Druck auf den Vorderfuß zusätzlich. Die dicke Zehe ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Durch das ständige Reiben des Schuhs an dem Ballen könne eine Schleimbeutelentzündung entstehen. Diese Entzündung führe in Kombination mit Knorpelschaden an den Gelenken zu Schmerzen bei jeder Belastung des Fußes.

Dann sei es oft nur mit Hilfe einer Operation möglich, die Fehlstellung der Großzehe zu korrigieren.
Damit es soweit nicht komme, seien passende Schuhe eine wichtige Voraussetzung. Die TK empfiehlt zudem Zehengymnastik, um das Muskelgewebe an den Füßen zu stärken. So könne man regelmäßig auf den Zehenspitzen gehen oder den "Zehengriff" anwenden: Dabei werde ein Stift zwischen den Zehen eingeklemmt und dann hoch gehoben. Wer sich ab und an ein warmes Fußbad gönnt oder im Sommer oft barfuß läuft, tut nicht nur seinen Zehen, sondern dem ganzen Fuß etwas Gutes.

(Quelle: TK Hessen)