09. Juni 2009

KBV: Niedergelassene Ärzte benachteiligt

Die KBV kritisiert, dass niedergelassene Ärzte bei Investitionen in technische Apparate gegenüber ihren stationären Kollegen vom Staat benachteiligt würden. Als Beispiel führt sie den Ultraschall an: Durchschnittlich elf Jahre alt seien Ultraschallgeräte im ambulanten Bereich, die niedergelassenen Ärzte erhielten für Investitionen in die Praxisausstattung jedoch keinen Zuschuss. Sie müssten die Kosten für die Nachrüstung oder gar den Kauf neuer Geräte komplett aus eigener Tasche zahlen.

Die KBV wies darauf hin, dass die Finanzierung für technische Ausstattung im stationären Sektor anders verläuft: Die Charité in Berlin erhält zwölf Millionen Euro für neue Medizintechnik aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung. Der Grund ist, dass die Medizingeräte des Berliner Universitätsklinikums, etwa Ultraschallgeräte, im Durchschnitt zwölf Jahre alt sind und damit technisch oft nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Das berichtet der Tagesspiegel vom 15. Mai.

Ultraschall ist deutschlandweit das am häufigsten angewandte bildgebende Verfahren. Um die Qualität der ambulanten Versorgung zu sichern, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung die Ultraschallvereinbarung von 1993 dieses Jahr aktualisiert und konkrete Anforderungen an die apparative Ausstattung festgelegt. Die Neufassung trat zum 1. April in Kraft.