03. Juli 2009

Neuer Vorstand im Zentralverband

Nach den im April verschobenen Vorstandswahlen wurde am 1. Juli in Hannover die Führungsspitze des Zentralverbandes neu gewählt. Bayern und Nordrhein-Westfalen haben den Verband vorzeitig verlassen.Präsident und Vizepräsident bleiben im Amt. Der Rest des Vorstandes ist komplett neu besetzt.

Zur Wahl des Präsidenten hatten sich Amtsinhaber Werner Dierolf und der stellvertretende Obermeister der Landesinnung Hessen, Arno Eschbach gestellt. Mit 27 von 36 Stimmen sprachen die Delegierten Werner Dierolf das Vertrauen aus. Fünf Stimmen entfielen auf Arno Eschbach; 6 Stimmzettel waren ungültig. Vizepräsident des Zentralverbandes ist weiterhin Reiner Schumacher, Obermeister der Innung Nord. Er wurde mit 21 Ja-Stimmen bei 6 Gegenstimmen, einer Enthaltung und 6 ungültigen Stimmzetteln gewählt. Ganz neu zusammengesetzt ist der restliche Vorstand. Vom alten Vorstand trat nur Uwe Petters aus Gera wieder an. Herbert Türk, Freudenstadt, und Hermann Perick, Bad Bentheim, hatten sich nicht mehr zur Verfügung gestellt. Neben Petters stellten sich Axel Härtig, Burgstädt/Sachsen, Hartmut Pieper, Lüneburg, und Frank Schievink, Hannover, zur Wahl. Während die drei letztgenannten in den Vorstand gewählt wurden, fehlten Uwe Petters wenige Stimmen zum erneuten Sprung in den Vorstand.

Dem Haushaltsausschuss gehören neben Vizepräsident Schumacher der Obermeister der Innung Mittelrhein-Pfalz, Karl Heinz Weber, und der Obermeister der Landesinnung Hessen, Willi Schulte, an. Als Rechnungsprüfer wurden Arno Eschbach, Hünfeld, Daniel Bürkner, Berlin und Reinhard Landwehr, Osnabrück, gewählt. Stellvertretender Rechnungsprüfer ist Kurt Bonert, Hermeskeil. Die Verabschiedung des Haushaltsplans und die Wahl der Arbeitsausschüssen sollen auf einer weiteren Delegiertenversammlung im Herbst erfolgen. Werner Dierolf hatte die Delegierten um ihre Zustimmung zur Verschiebung gebeten, um dem neuen Vorstand die Gelegenheit zu geben, unter den neuen Rahmenbedingungen die Weichen für die künftige Arbeit im Zentralverband zu stellen.

Bayern und NRW haben den Verband verlassen
Bei den Wahlen zum Vorstand waren die Landesinnung Bayern und der Landesinnungsverband Nordrhein-Westfalen nicht mehr beteiligt. Beide Mitgliedsverbände hatten die Mitgliedschaft im Zentralverband zum 31. Dezember 2009 gekündigt. Im Vorfeld der Delegiertenversammlung hatten sie jedoch den Wunsch geäußert, vor Ablauf dieser Frist auszuscheiden. Mit jeweils zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen entsprachen die Delegierten den Wünschen der beiden Verbände. Grundlage der Entscheidung war im Fall des LIV Nordrhein-Westfalen eine Vereinbarung über eine Weiterzahlung der Beiträge an den Zentralverband bis zum offiziellen Ende der Mitgliedschaft. Auch mit der Landesinnung Bayern konnte eine Einigung über die Mitgliedsbeiträge bei einem vorzeitigen Ausscheiden erzielt werden.

Es sei ein historischer und trauriger Moment, dass man nun auseinander gehe, sagte Werner Dierolf. Doch die teils heftigen Auseinandersetzungen hätten auch viel Energie gekostet und auf beiden Seiten viele Kräfte gebunden. Der nordrhein-westfälische Landesinnungsmeister Ludwig Vorholt betonte nach der Entscheidung für die Trennung, dass man weiterhin dieselben Ziele verfolge – nur eben auf getrennten Wegen. Beide Gruppierungen, so Vorholt, seien dauerhaft zukunftsfähig. Er bedankte sich für die Entscheidung der Delegierten und bot an, dass NRW immer zur Verfügung stehe, wenn es für die gemeinsamen Ziele etwas abzustimmen gelte.