19. November 2009

KBV: Integriertes Versorgungskonzept für rheumatoide Arthritis

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gemeinsam mit mehreren Berufsverbänden Verträge zur ambulanten Versorgung von Patienten mit rheumatoider Arthritis sowie zur Versorgung neuropsychiatrischer Erkrankungen vorgestellt.

Mit den beiden Verträgen soll die ambulante Versorgung dieser Patientengruppen verbessert werden, erklärte der Vorstandsvorsitzende der KBV Andreas Köhler. Insbesondere die Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung soll künftig reibungsloser funktionieren. „Die Krankenkasse müssen die Verträge jetzt nur noch umsetzen“, sagte KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller.

Da bei der rheumatoiden Arthritis vor allem eine frühe Diagnosestellung entscheidend für den Krankheitsverlauf ist, schlägt die KBV nicht nur eine stärkere lokale Vernetzung vor. Vielmehr plädiert sie auch dafür, einen Rheumatologischen Fachassistenten einzuführen, um den derzeitigen Mangel an Rheumatologen auszugleichen. Derzeit wird der Bedarf an Rheumatologen auf circa 1300 Stellen geschätzt, wovon nur 426 besetzt sind. Die Versorgungsverträge der KBV bieten Behandlungspfade, die auf die verschiedenen Indikationen abgestimmt sind und als Basis für den Aufbau regionaler Versorgungsstrukturen dienen sollen.