19. November 2009

Gute Aussichten für die Gesundheitswirtschaft

Der Beitrag der Gesundheitswirtschaft zu Wirtschaftswachstum und Beschäftigung ist aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie weit größer als bisher angenommen. Ein Gutachten im Auftrag des Ministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass unter den richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen der Anteil der Gesundheitswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt bis 2020 von heute etwa 10 Prozent auf fast 13 Prozent und die Zahl der Beschäftigten von rund fünf auf sieben Millionen Menschen wachsen kann.

Die wichtigsten Wachstumstreiber seien neben der demografischen Alterung das stetig zunehmende Gesundheitsbewusstsein und der Export. Die größten Wachstumsraten innerhalb der Branche verzeichnen daher auch die Bereiche Gesundheitstourismus, Fitness/Wellness und Bioprodukte.

"Wir müssen die Wachstums- und Beschäftigungspotenziale der Gesundheitswirtschaft heben", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Ernst Burgbacher, "und diese Entwicklung wirtschaftspolitisch flankieren."

Das Gutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums wurde durchgeführt von der Bietergemeinschaft Roland Berger Strategy Consultants, dem Zentrum für innovative Gesundheitstechnologie der TU Berlin und der BASYS GmbH in Augsburg.