20. November 2009

Krankenkassen erfassen Belege überwiegend manuell

Vier von fünf Krankenkassen und -versicherungen lassen eingehende Belege und Rechnungen manuell erfassen und verarbeiten. Das ist das Ergebnis der Innovationsstudie der Unternehmen ArztData GmbH und exorbyte GmbH. Die Erfassung leisten bei 76,2 Prozent der befragten Unternehmen festangestellte Mitarbeiter, bei weiteren 2,9 Prozent sind es Aushilfen.

Insgesamt 18 Prozent aller Krankenversicherungsunternehmen lassen die Belege bereits automatisch mit optischer Texterkennung (Optical Character Recognition; OCR) erkennen und verarbeiten. Die meisten davon (4 Prozent) setzen auf OCR, bei der die Inhalte mit Stammdaten abgeglichen werden. Die übrigen Unternehmen nutzen ausschließlich OCR (8 Prozent) oder in Verbindung mit Fuzzy-Logic Software (9 Prozent.

Bodo Kröger, Geschäftsführer von ArztData, ist von den Ergebnissen überrascht: "Das Personal zu bezahlen, ist um vieles teurer als die heute verfügbaren Techniken der Belegerfassung. Und obendrein führt manuelle Verarbeitung zu deutlich mehr Fehlern. Hier können definitiv noch große Schätze der Wirtschaftlichkeit gehoben werden, insbesondere bei den gesetzlichen Krankenversicherungen."

Im Rahmen der Innovationsstudie 2009 wurden 598 Mitarbeiter deutscher Krankenversicherungen befragt. 106 gaben valide Antworten. Das entspricht einer Quote von 17,8 Prozent. Die Studie im Auftrag von ArztData GmbH und exorbyte GmbH wurde realisiert von der GGMA Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse mbH. ArztData ist auf das Adressmanagement im Gesundheitsmarkt spezialisiert.