22. Dezember 2009

Sioux-Management: Rettung des Unternehmens greifbar

Die Verhandlungen des traditionellen deutschen Schuhherstellers Sioux GmbH mit dem Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) über die Rettung des Unternehmens und die Vermeidung einer Insolvenz nähern sich möglicherweise einem positiven Abschluss. In einem Schreiben stellte der PSV dem Unternehmen in Aussicht, unter bestimmten Auflagen, die in den letzten Monaten analysiert und besprochen wurden, einem Vergleich zuzustimmen.

Sioux ist ein Tochterunternehmen der EganaGoldfpeil Accessoires GmbH. Die Egana-Gruppe ist seit August 2008 insolvent. Sioux selbst hatte im Jahr 2008/2009 einen Umsatz von ca. 45 Mio. Euro erwirtschaftet und rund 1 Millionen Paar Schuhe verkauft. Das Unternehmen ist im Zuge der EganaGoldpfeil Insolvenz ebenfalls in die Verlustzone gerutscht.

Wie Sioux mitteilte, ist die Erleichterung im Unternehmen und in Walheim insgesamt spürbar, hat man doch in den letzten Wochen rund um die Uhr an einer Abwendung der Insolvenz gearbeitet. Die aktuelle Auftragslage für die Frühjahr/Sommer-Saison ist sehr gut und liegt im Inland sogar über dem Vorjahr. Gemeinsam mit dem Investor Square Four können nun die Gespräche mit dem PSV zum Abschluss gebracht und die Verträge unterschrieben werden. Dem PSV fällt bei einer Sioux-Sanierung die Schlüsselrolle zu. Denn in den 60er- und 70er-Jahren haben die Alteigentümer der Sioux GmbH Pensionszusagen an die Belegschaft geleistet, die heute zu einer hohen und existenzgefährdenden Belastung des Unternehmens führen.