15. Juni 2010

DAK dementiert finanzielle Schieflage

Die DAK hat eine Meldung der Financial Times Deutschland vom 8. Juni zurückgewiesen, derzufolge sie finanziell angeschlagen sei. Die Zeitung zitierte konkurrierende Kassen, die darüber spekulierten, dass der DAK 2011 ein Defizit von 800 Millionen Euro drohen würde. "Diese Spekulationen entbehren jeglicher Grundlage", nahm die DAK dazu Stellung.  

„Dies ist ein durchsichtiger Versuch von Mitbewerbern, der DAK Schaden zuzufügen“, betonte DAK-Pressesprecher Jörg Bodanowitz. Im ersten Quartal 2010 erwirtschaftete die DAK nach eigenen Angaben einen Überschuss von gut 31 Millionen Euro. Das zeige, dass der Haushalt der DAK auf solider Basis ruhe. „Diese positive Entwicklung macht deutlich, dass die Entscheidung, einen Zusatzbeitrag zu erheben, richtig und verantwortungsvoll war. Andere Kassen zögern wegen kurzfristiger Wettbewerbsvorteile diese notwendige Entscheidung hinaus“.

In dem Bericht der Financial Times Deutschland hatten Wettbewerber der DAK konkrete Krisenszenarien der DAK durchgerechnet und Besorgnis geäußert, bei einer Pleite die DAK auffangen zu müssen. Den Kalkulationen zufolge fehlten der DAK in diesem Jahr rund 200 Millionen Euro, dieses Defizit rechneten die Mitbewerber für 2011 bei unveränderten Rahmenbedingungen auf 800 Millionen Euro hoch. Diese Kalkulationen der Wettbewerber wies die DAK entschieden zurück:

"Nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums werden dem Gesundheitsfonds in 2011 mindestens elf Milliarden Euro fehlen. Dies führt bei allen gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr zu einem finanziellen Engpass. Selbst der Bundesgesundheitsminister geht davon aus, dass diese Finanzlücke nur noch durch flächendeckende Zusatzbeiträge geschlossen werden kann, sofern es keine politische Lösung für eine Gesundheitsreform geben wird. Vor diesem Hintergrund ließen sich für jede Kasse entsprechende Defizit-Szenarien konstruieren“, kommentiert Bodanowitz den Bericht der FTD.