14. Januar 2010

TK wünscht Zweitmeinung vor Rücken-OP

230 000 Patienten legen sich in Deutschland jährlich wegen Rückenbeschwerden unters Messer, doch bei vielen bleibt der erhoffte Erfolg nach der Operation aus. Daher hat die Techniker Krankenkasse zusammen mit der Managementgesellschaft Integrative Managed Care GmbH (IMC) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) ein neues Angebot entwickelt: Wer unsicher ist, ob eine geplante Rückenoperation im persönlichen Fall sinnvoll ist, kann sich bei einem Experten-Team in einem von der TK vermittelten Schmerzzentrum eine zweite Meinung einholen.

Nach Angaben der TK haben Studien haben, dass sich in vier von fünf Fällen eine Operation durch konservative Methoden wie Physiotherapie verhindern lässt. "Patienten sollten daher das Für und Wider eines Eingriffs sorgfältig abwägen", sagt Frank Herrmann, der das Projekt bei der TK betreut. Wenn eine Rückenoperation ansteht, können sich TK-Versicherte ab sofort eine zweite Meinung einholen.

Mit der Krankenhausverordnung ihres behandelnden Arztes melden sie sich zunächst bei der TK. Hier erfahren sie, welches der bundesweit 30 teilnehmenden Schmerzzentren in ihrer Nähe liegt und erhalten innerhalb von zwei Tagen einen Termin. Im Schmerzzentrum untersuchen ein Schmerztherapeut, ein Physio- und ein Psychotherapeut gemeinsam den Patienten und erarbeiten gegebenenfalls einen alternativen Therapievorschlag. "Wichtig ist uns, dass die Experten der Schmerzklinik das Ergebnis im Anschluss auch noch einmal zusammen mit dem behandelnden Arzt besprechen", so Dr. Michael Überall, Vizepräsident der DGS.