14. Januar 2010

GKV-Trendbarometer: 2009 endet versöhnlich

Durchaus erfreulich verlief das letzte Quartal im Jahr 2009 für die orthopädieschuh-technischen Betriebe. Zu diesem Ergebnis kommt das GKV-Trendbarometer der opta data Abrechnungs GmbH, Essen, in das Daten von ca. 800 orthopädieschuhtechnischen Betrieben einfließen.

Das GKV-Trendbarometer weist beim Gesamtumsatz einen Anstieg auf 105,8 Punkte aus. Basis (=100) für diese Indexbetrachtung ist ein durchschnittliches Quartal in 2006. Ebenfalls nach oben zeigt die Kurve im Vergleich zum 3. Quartal 2009 bei der Verordnungsanzahl (5).

Der durchschnittliche Wert einer Verordnung (eines verordneten Hilfsmittels) sackte nach 95,5 Punkten im 3. Quartal im 4. Quartal 2009 dagegen wieder auf 93,2 Punkte ab. Dies entspricht exakt dem Wert des Vorjahresquartals 2008.

Die beiden Kennzahlen „Gesamtumsatz“ und „Verordnungsanzahl“ haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal 2008 dagegen verbessert. Addiert man alle Quartale und bildet für die Jahre 2008 und 2009 einen durchschnittlichen Jahresumsatz je Betrieb, zeigt sich die Branche insgesamt leicht verbessert.

Gegenüber 2008 legte der Gesamtumsatz der orthopädieschuhtechnischen Branche um 1,6 Prozent zu. Die Verordnungsanzahl stieg um 1,32 Prozent bei einem um 0,27 Prozent erhöhten durchschnittlichen Verordnungswert. Ein Trend, der zunächst positiv stimmen mag, sich aber schnell relativiert, wenn man die Entwicklung seit 2006 betrachtet, so opta data. Bei diesem Jahresvergleich hat die Branche 0,37 Prozent beim Gesamtumsatz verloren, obwohl die Anzahl der Versorgungen um rund 5,5 Prozent gestiegen ist. Dies erklärt sich mit einem um 5,6 Prozent gesunkenen Durchschnittspreis je Verordnung. Auf den Punkt gebracht heißt das: Die Betriebe haben 2009 gegenüber 2006 mehr gearbeitet, aber weniger verdient!