05. Februar 2010

Emnid-Umfrage: Meinungsbild zur Gesundheitspolitik

Die forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) haben TNS Emnid mit einer repräsentativen Umfrage zum gesundheitspolitischen Meinungsbild der Menschen in Deutschland beauftragt. Von den Befragten waren 67% mit dem Gesundheitssystem zufrieden, 32% nicht.

In eine Reform des Gesundheitswesens setzen 70% der Befragten die Hoffnung, dass sie ihnen persönlich nützen wird. 46% befürchten aber, dass der Krankenkassenbeitrag in den nächsten Jahren weiter steigen wird. ·
76% halten das gegenwärtige medizinische Versorgungsniveau für gut. 58% kritisieren aber, dass Patienteninteressen nicht ausreichend berücksichtigt werden, 46% sind der Meinung, dass der Zugang zu medizinischen Innovationen nicht ausreichend ist. ·
74% meinen, dass Geld verschwendet wird. Rund 65% sind der Auffassung, dass das Gesundheitssystem zu teuer und zu kompliziert ist. · 46% halten den Anspruch, allen Patienten die notwendige Behandlung zukommen zu lassen, für richtig, aber nicht bezahlbar.

Zu den Ergebnissen der Umfrage erklärt für die forschenden Pharma- Unternehmen Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: „Die Politik muss den Menschen vermitteln, dass man künftig an einem hohen medizinischen Versorgungsniveau festhalten will und deshalb ein besseres Finanzierungsmodell im Gesundheitswesen sucht. Dabei sollten die künftigen Probleme auf der Finanzierungsseite klar herausgearbeitet und sinnvolle und pragmatische Lösungen gesucht werden!“ Die forschenden Pharma-Unternehmen seien sich ihrer Mitverantwortung, das Gesundheitssystem finanzierbar zu halten, bewusst. Yzer sieht dafür zwei Wege: zum einen eine transparente Kosten-Nutzen- Bewertung von Arzneimitteln nach internationalen Standards, zum anderen direkte Verträge zwischen Herstellern und Kassen.