15. April 2010

Wissenschaftler fordert nationales Diabetesregister

Im Kampf gegen den immer häufiger auftretenden Diabetes hat Prof. Peter Schwarz vom Dresdner Universitäts-Klinikum den Aufbau eines nationalen Diabetesregisters gefordert. Die Behandlungsqualität würde steigen, die Kosten sinken. Das zeigten bereits Erfahrungen aus anderen Ländern.

„Die Betroffenen könnten zudem besser informiert, beraten, befragt und über ihre Rechte aufgeklärt werden“, sagte Schwarz auf dem 6. Weltkongress zur Prävention des Diabetes in Dresden. Ein Register kann darüber hinaus helfen, Folgeerkrankungen von Diabetes zu erfassen. Weiterhin forderte der Mediziner ein nationales und europaweites Präventionsprogramm.

Diabetes zählt zu den sogenannten Volkskrankheiten. In Deutschland gibt es derzeit rund 8,9 Millionen Diabetiker. Allerdings schätzen Experten die Dunkelziffer auf weitere vier Millionen Menschen, die ihre Krankheit noch nicht bemerkt haben. In zehn Jahren könnte es bereits 14 Millionen Diabeteskranke geben, erklärten die Experten auf dem Kongress.