15. Juni 2010

Krankenkassen-Insolvenz: Mitglieder behalten Versicherungsschutz

Nach Angaben des Bundesversicherungsamtes haben bislang drei gesetzliche Krankenkassen eine drohende Insolvenz angezeigt. Ihre finanzielle Situation werde nun genau geprüft - im schlimmsten Falle droht ihre Schließung. Der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums Christian Lipicki erklärte, dass Mitglieder insolventer Krankenkassen ihren Versicherungsschutz behalten. Nach einer etwaigen Schließung der Kasse müssten Versicherte von einer anderen Kasse aufgenommen werden.
 
Das Verfahren zur Insolvenz einer Krankenkasse sieht vor, dass die Versicherten rechtzeitig über die bevorstehende Schließung informiert werden und sich eine andere Kasse suchen können. Die Krankenkassen sind verpflichtet, jeden Bewerber aufzunehmen, so dass der Versicherungsschutz gewährleistet bleibt.

Die Financial Times Deutschland berichtete, dass neben der City BKK und der BKK Heilberufe die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) Insolvenzgefahr angemeldet habe, was jedoch nicht bedeutet, dass es tatsächlich zur Insolvenz und Schließung der Kassen kommt.

Angesichts des drohenden Defizits der gesetzlichen Krankenversicherung von elf Milliarden Euro im Jahre 2011 sind nach Einschätzung des Bundesversicherungsamtes finanzielle Engpässe bei weiteren gesetzlichen Krankenkassen zu befürchten.