13. August 2010

DIHK plädiert für den Abbau von Einstellungshürden

Ein Abbau von Einstellunghürden könnte deutlich mehr Jobs bringen, äußerte sich der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Heinrich Driftmann, gegenüber der "Bild"-Zeitung. Dazu schlägt er konkrete Maßnahmen vor, die sich aus Sicht der Arbeitgeber positiv auswirken könnten.

So sei es sinnvoll, den generellen Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken, da sich die jetzige Regelung häufig störend auf die Abläufe im Betrieb auswirken würden.
Außerdem plädierte Driftmann dafür, den Kündigungsschutz erst für Betriebe ab 20 Mitarbeitern wirksam werden zu lassen. Es gebe derzeit viele kleine Unternehmen mit zehn Mitarbeitern, die jetzt florieren. "Stellen Sie aber einen elften Mitarbeiter ein, gilt für alle der Kündigungsschutz. Davor schrecken viele zurück, weil sie nicht wissen, wie lange die Auftragslage gut bleibt", so Driftmann.

Außerdem hält es Driftmann für vorteilhaft für den Arbeitsmarkt, die Regeln für befristete Arbeitsverhältnisse zu lockern: "Viele Betriebe, die in der Krise gezwungen waren, gut ausgebildete Leute zu entlassen, würden sie jetzt gerne wieder einstellen. Allerdings erstmal befristet, weil die Lage noch unsicher ist." Dies sei aber derzeit wegen des sogenannten Wiederbeschäftigungsverbots nicht möglich. Dieses solle am besten abgeschafft werden. Sinnvoll sei es, die so genannte sachgrundlose Beschäftigung von zwei auf  vier Jahre anzuheben.