16. November 2010

Elektronische Gesundheitskarte: Einführung mit Einschränkungen

Für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im kommenden Jahr sind die anfänglichen Ziele deutlich eingeschränkt worden. Wie Daniel Bahr (FDP) erklärte, seien nun mehr datenschutzrechtliche Bedenken berücksichtigt worden.

Nachdem die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ursprünglich schon zum 1. Januar 2006 die Krankenversicherungskarte ablösen sollte, soll sie nun nach einer Testphase in verschiedenen Regionen bis Ende 2011 an mindestens 10 Prozent der Versicherten ausgegeben werden.

Wie geplant können die Stammdaten der Versicherten künftig online abgeglichen werden. Das auf diese Weise ermöglichte Versicherten-Stammdatenmanagement soll dem Missbrauch von Krankenversichertenkarten entgegenwirken. Hinzugefügt werden können Notfalldatensätze, für die jedoch die Einwilligung des Versicherten erforderlich ist.

Auch die Kommunikation zwischen den Ärzten soll durch die eGK erleichtert und sicherer gemacht werden - die Übermittlung von Artzbefunden per Fax seien veraltet, so Bahr.