11. März 2011

Studie beweist, dass Fortschritt Arbeitsplätze schafft

Durch Innovationen der Gesundheitswirtschaft und medizintechnischen Fortschritt wurden in den letzten Jahren volkswirtschaftliche Einsparungen in Höhe von 22 Milliarden Euro erzielt, meldet der Bundesverband Medizintechnologie. Das ist ein Ergebnis der Studie "Innovationsimpulse der Gesundheitswirtschaft", die das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) in Berlin vorstellte. Die gesamtwirtschaftliche Betrachtung zeige, dass den höheren Gesundheitsausgaben, die von 2002 bis 2008 um 101 Milliarden Euro gestiegen sind, eine Bruttowertschöpfung im gleichen Zeitraum in Höhe von 123 Milliarden Euro gegenüberstehe.
Gesamtwirtschaftlich ergebe sich dadurch ein positiver Saldo, so die BMWi-Studie. Denn der medizinische Fortschritt bewirke einen Rückgang der verlorenen Erwerbstätigkeitsjahre und habe damit positive Wirkungen auf die indirekten Kosten beispielsweise durch Produktionsausfall.

Das Fazit des Wirtschaftsministeriums: "Wir dürfen Gesundheitsausgaben nicht nur als Kostenfaktor betrachten sondern brauchen eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung", so Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) Joachim M. Schmitt begrüßte, dass sich die Bundesregierung stärker mit den volkswirtschaftlichen Aspekten des medizintechnischen Fortschritts befasst und dazu weiterhin Studien in Auftrag gibt, um Innovationshemmnisse aufzuzeigen und zu beseitigen.