04. April 2011

WHKT: Forderung nach neuem Abschluss

Westdeutscher Handwerkskammertag: Berufliche Aufstiegsfortbildungen sind niveaugleich mit akademischen Abschlüssen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) und der Hochschule für Ökonomie und Management in Essen (FOM). WHKT-Präsident Willy Hesse forderte, dass nun endlich die Zusatzbezeichnung »Bachelor Professional« eingeführt werden müsse, um im Ausland die deutschen Qualifikationen transparent zu machen.

"Die meisten Staaten kennen nur akademische Qualifikationswege, die solche herausragenden Qualifikationen wie die berufliche Aufstiegsfortbildung in Deutschland hervorbringen, die auf einer betrieblichen Ausbildung aufsetzt", erklärt Willy Hesse.

Konkret wurden in Rahmen der Studie 767 Personen analysiert, um das Qualifikationsniveau zwischen Kraftfahrzeugtechnikermeistern beziehungsweise Handelsfachwirten und entsprechenden akademischen Qualifikationen zu vergleichen. Der Vergleichsmaßstab ist der Berufswertigkeitsindex, der bereits in einer Vorgängerstudie entwickelt und erfolgreich erprobt wurde und ausdrückt, inwieweit die Personen die Anforderungen erfüllen, die die deutsche Wirtschaft an Führungskräfte stellt. Das Ergebnis ist eindeutig. Betrieblich ausgebildete Personen, die danach eine berufliche Aufstiegsfortbildung erfolgreich absolviert haben, sind mindestens genauso gut qualifiziert wie Akademiker.

Die Zusammenfassung der Studie gibt es unter www.handwerk-nrw.de/berufswertigkeit.