06. Juli 2011

Neue WMS-Richtlinien verabschiedet

Auf der HDS-Vorstandssitzung am 28. Juni in Rosenheim wurden die neuen WMS-Richtlinien einstimmig verabschiedet. Neu ist, dass auch nicht lizensierte Leistenhersteller unter Berücksichtigung festgelegter Vorgaben Produktionsleisten fertigen dürfen.

„Die technischen Anforderungen werden dabei keineswegs gelockert“, betont HDS-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert, „aber sie werden zukünftig die Gegebenheiten internationaler Produktion besser berücksichtigen.“

Die neuen WMS-Richtlinien beinhalten zwei unterschiedliche Modelle. Modell A sieht wie bisher die Fertigung der Produktionsleisten durch WMS-lizensierte Leistenhersteller vor. Die Überprüfung der WMS-Schuhe erfolgt dabei nach Stichproben im Auftrag des HDS. Bei Bedarf werden Leisten angefordert, die aus der Produktion oder im Auftrag des betroffenen WMS-Schuhherstellers vom WMS-Leistenhersteller zur Prüfung vorgelegt werden.

Modell B basiert auf der Fertigung der Produktionsleisten auf Grundlage gradierter Größensätze durch Leistenhersteller ohne WMS-Lizenz. Die Entwicklung aller WMS-Leisten in jeder erforderlichen Basis-Schuhgröße sowie die Gradierung der Größenserie erfolgt durch einen WMS-lizensierten Leistenhersteller. Die Produktionsleisten werden von einem nicht-WMS-lizensierten Leistenhersteller mit Hilfe eines gradierten Größensatzes sowie dazugehöriger WMS-Brandsohlenschablonen erstellt.

Die Verantwortung liegt beim WMS-Schuhhersteller und wird durch eine automatische Überprüfung der Schuhmodelle vor WMS-Lizenzerteilung und Vergabe einer Zertifizierungsnummer sicher gestellt. Die neuen WMS-Richtlinien sind beim DSI in Offenbach erhältlich.