15. März 2022
Tanja Stockschlaeders Arbeitstag beginnt in aller Frühe. Es gab Zeiten, in denen ihre Mutter und sie abends nach Geschäftsschluss zusätzlich Nordic Walking Kurse in Gebhardshain und Umgebung leiteten. Foto: Stockschlaeder
ANNETTE SWITALA
 
„Unser Beruf hat so viele Facetten“, sagt Orthopädieschuhmacher-Meisterin Tanja Stockschlaeder, „jeder hat die Möglichkeit, sich auf das zu konzentrieren, was er besonders gerne und gut macht.“ Als sie den Beruf erlernte, war noch nicht daran zu denken, dass es bei ihr einmal die Kompressionsversorgung werden würde. Der von ihr in vierter Generation geführte Familienbetrieb im rheinland-pfälzischen Gebhardshain zieht mit diesem Standbein Kundinnen aus dem ganzen Umkreis an. 
 
Weniger als 2000 Einwohner hat das im Westerwald gelegene Gebhardshain. „Als Wohnort ist es sehr beliebt. Die In­frastruktur ist mit einer allgemeinärzt­lichen Gemeinschaftspraxis und einem Zahnarzt, einer Apotheke, einer Post sowie mehreren Schulen, Restaurants und Supermärkten für einen so kleinen, ländlich gelegenen Ort ausgesprochen gut, aber an Laufkundschaft ist hier natürlich nicht zu denken“, sagt Orthopädieschuhmacher-Meisterin Tanja Stockschlaeder. „Wer zu uns kommt, der kommt gezielt und mit einem bestimmten Anliegen“, sagt sie. Und das bedeutet: Wer hier in der heutigen Zeit erfolgreich sein will, der muss etwas dafür tun. 
 
Umtriebig war ihre Familie immer schon. Allein am Gebäude ist das abzulesen: Das mitten im Ortskern gelegene, vor mehreren Jahrhunderten erbaute Stammhaus wurde, nachdem es von Stockschlaeders bezogen worden war, immer wieder umgebaut und mit Gebäudeteilen erweitert. „Je nachdem, wie sich unsere Schwerpunkte geändert haben, haben wir zudem immer wieder Räume umfunktioniert, Möbel umgestellt und Bereiche neu definiert“, erzählt Tanja Stockschlaeder. 
 
In dem 1894 von ihrem Urgroßvater gegründeten Betrieb war schon in der ersten Generation sehr viel Tatkraft gefordert, da Aloys Stockschlaeder früh verstarb. Die Urgroßmutter führte den Betrieb weiter, ihr Sohn unterstützte sie schon früh. Tanja Stockschlaeders Großvater baute den Betrieb weiter aus – vor allem Schuhreparaturen und Schuhverkauf wurden zu dieser Zeit durchgeführt. Doch das Geschäft entwickelte sich unter Rudolf Stockschlaeder auch zu einem Vollsortimenter, der von Kinderschuhen, Sportartikeln, Koffern, bis hin zu Textilien umfassende Einkaufsmöglichkeiten für den kleinen Ort bot.
 
Die eigentliche Orthopädieschuhtechnik und das Schuhgeschäft baute Tanja Stockschlaeders Vater Bruno Stockschlaeder auf, der 1958 in den Betrieb einstieg und nach seiner Meisterprüfung als Schuhmacher an der Meisterschule in München dort gleich seine Gesellen- und Meisterprüfung in der Orthopädieschuhtechnik anschloss. „Ich fand diesen Beruf gleich sehr spannend und habe mich immer wieder für neue Entwicklungen interessiert“, erzählt der 77-Jährige, der zusammen mit einem Gesellen heute noch den ganzen Tag in der Werkstatt steht und seinen Beruf sichtbar liebt. 
 
„Ich würde heute auch gern noch in der Werkstatt arbeiten, aber dafür habe ich keine Zeit mehr“, schmunzelt Tanja Stockschlaeder, die in diesem Jahr ihren silbernen Meisterbrief erhalten wird. „Ich pendle den ganzen Tag zwischen den Maßräumen und meinem Büroarbeitsplatz hin und her – jedes Rezept geht über meinen Schreibtisch.“ Um 6:30 Uhr beginnt für sie und ihre Eltern der Arbeitstag, an einigen Tagen mit ersten Kundenterminen ab 7:00 Uhr; zwischen 19:00 und 19:30 Uhr ist in der Regel Feierabend. Ihre Mutter Marita unterstützt noch tatkräftig in der Verwaltung, drei Teilzeitkräfte arbeiten im Schuhverkauf. 
 
Im Laufe der Jahre bauten Stockschlaeders immer wieder um und an. Die jetzige Schaufensterfront und der barrierefreie Eingang stammen von 2019. Foto: Stockschlaeder
 

„Ich wollte unbedingt Maßschuhe machen“

In den Betrieb ist Tanja Stockschlaeder von klein auf hineingewachsen. „Mit 9 Jahren habe ich stolz meine ersten Schuhe verkauft“, erzählt sie. „Mit 13 Jahren fing ich an, mich dafür zu interessieren, was mein Vater in der Werkstatt macht.“ An der handwerklichen Tätigkeit fing sie schnell Feuer. „Ich wollte unbedingt selbst orthopädische Maßschuhe bauen. Ich fand es toll, kreativ sein zu können und schöne Schuhe zu bauen – und vor allem, Menschen damit wieder mobiler zu machen oder ihnen die Schmerzen zu nehmen. Das war genau das, was ich wollte.“ Ihrem Lehrer an der Meisterschule in München jagte sie zunächst mit einigen ihrer Arbeiten einen Schrecken ein. „Oh Tanja, was machst Du denn da!“, bekam sie zu hören. Dann aber nahm er die rahmengenähten Plateauschuhe, die Tanja Stockschlaeder später viel getragen hat, doch gerne als Ausstellungsstück auf die Messe mit. Später fertigte sie sich selbst gern Schuhe mit Obermaterialien, aus denen sie sich dazu passende Röcke nähte, oder funktionierte ausgetragene Lieblingskleidung zu Schaftmaterialien um. 
 

„Ich war optimistisch, dass es mit der Kompressionsversorgung klappen könnte“

Wie kommt es, dass eine so begeisterte Maßschuhmacherin heute nicht mehr in der Werkstatt steht? „Mit der Kompressionsversorgung bin ich das erste Mal auf der Meisterschule in Berührung gekommen. Als ich zurück in den Betrieb kam, wollte ich direkt damit beginnen“, sagt Tanja Stockschlaeder. „Ich mag neue Herausforderungen und fand das Thema spannend.“
 
Die Glasscheibe in der Wand des Maßraums rückt die Kompressionsversorgung bereits im Schuhgeschäft in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der Scanner findet viel Beachtung. Rechts vor der Glasscheibe der Wartebereich für die Einlagenversorgung. Foto: Stefanie Wünning/imkinodas.de/Oscar Möbel&Objekte
 
In den ersten Monaten und Jahren machte sie sich schlau, welche Hersteller und Materialien es auf dem Markt gibt. „Besonders wichtig war es für mich, verschiedene Produkte und Materialien selbst auszuprobieren“, betont die Orthopädieschuhmacher-Meisterin. Sie trug alle möglichen ein- und mehrteiligen Versorgungsarten selbst, vom Knie- oder Oberschenkelstrumpf über die Strumpfhose bis hin zur Bermuda oder Leggins. Danach wusste sie auch, wie gut sich die Produkte anziehen lassen, wie sie sich auf der Haut anfühlen oder wie angenehm sie im Sitzen, Liegen oder Gehen sind. „So konnte ich meine Kundinnen viel besser beraten.“ Sie habe zwar Favoriten bei den Herstellern, sei aber immer für andere Produkte offen. „Es gibt einfach sehr große Unterschiede in der Passform, der Verarbeitung und den Materialien, und es ist mir wichtig, den Kundinnen diese Vielfalt anbieten zu können“, erläutert die 48-Jährige. „Jeder empfindet den Komfort eines Kompressionsartikels oder eines Materials unterschiedlich.“ Auch die Farbauswahl träfen die Kundinnen sehr individuell. „Einige entscheiden sich gern für farbenfrohe Varianten, da sind die Angebote in Modefarben besonders wichtig. Aber wir haben auch viele Kundinnen, auch sehr junge, die am liebsten Hautfarbe tragen und dann bunte Kleidung dazu anziehen.“ 
 
Wichtig war es ihr auch, immer wieder Fortbildungen bei unterschiedlichen Herstellern zu besuchen. 
 
Das Ladengeschäft vor dem Umbau. Der Kinderschuhbereich hinten rechts wurde abgeschafft, eine Wand eingezogen und der neue Kompressionsmaßraum eingerichtet. Foto: Stockschlaeder
 

Kontinuierliches Wachstum

Die Kompressionsversorgung lief im Betrieb gut an, da Tanja Stockschlaeder die Einlagen-Kundinnen beim Vermessen je nach Bedarf gezielt auf die neue Leistung hinwies und sich das Angebot herumsprach. Einen Schub bekam das Ganze durch die Anschaffung des ersten Scanners im Jahr 2004. Mit dem „Image 3D“ von Bauerfeind wurde es damals möglich, die Kamera mit einer Dockingstation am Computer zu verbinden und die Software die Maße berechnen zu lassen. „Damals ging man noch um den Patienten herum und fotografierte das Bein aus zehn Positionen“, blickt Tanja Stockschlaeder zurück. „Ich fand damals richtig super, was da plötzlich digital möglich war und konnte meine Eltern schnell davon überzeugen, das Gerät anzuschaffen und einen Raum dafür frei zu machen.“ 2008 und 2013 schaffte sie jeweils die neuen Scanner-Versionen an und arbeitet heute bei den phlebologischen Versorgungen mit dem Bodytronic 610, den sie aber auch für Bandagenversorgungen und für die Erhebung von Fußdaten für Leisten, die sie extern vorfräsen lässt, nutzt.
 
40 Quadratmeter Fläche hat der neu geschaffene Maßraum im Betrieb Stockschlaeder. Blick vom Maßpodest aus in den Raum.  Foto: Stefanie Wünning/imkinodas.de/Oscar Möbel & Objekte
 
Mit der Zeit fanden auch Patientinnen, die an Lymph- und Lipödemen litten und Flachstrickversorgungen benötigten, den Weg in ihren Betrieb. Bei diesen Krankheitsbildern kann nicht mit dem Scanner gemessen werden, sondern mit dem Maßband auf Zug. Daher schaffte Tanja Stockschlaeder sich zunächst eine Liege zum Aufklappen an. Auch besuchte sie zahlreiche Fortbildungen zu diesem Thema, die sie mit Zertifikat abschloss. Die Erfolge, die sie bei diesen Patienten erzielte, sprachen sich so schnell herum, dass immer mehr neue Kundinnen den Weg zu ihr fanden. So wurde das Auf- und Abbauen der Liege immer lästiger. Als 2017 der Maßraum renoviert wurde, wurde daher eine maßgefertigte Liege zum Aufklappen in eine Türnische eingebaut. Doch auch das sollte auf Dauer nicht reichen, denn die Kundenzahl im Bereich der Flachstrickversorgungen wuchs und wuchs.  
 

Großer Bedarf an Lip- und Lymphödem-Versorgungen 

Bei Lipödemen kommt es zu einem unkontrollierten Wachstum des Fettgewebes, die Patientinnen leiden häufig unter Schmerzen und blauen Flecken. „Der Leidensdruck der Patientinnen ist sehr hoch“, berichtet Tanja Stockschlaeder, „deshalb liegen mir diese Versorgungen sehr am Herzen.“ Die Beratung, gerade auch im Erstgespräch, ist ihr besonders wichtig. „Viele Patientinnen, die erstmals zu uns kommen, hatten vorher noch keine Versorgung und sind anfangs natürlich nicht begeistert, wenn sie mit einer Flachstrickversorgung konfrontiert werden. Aber ich erkläre ihnen dann, was damit erreicht werden kann: dass Flachstrickversorgungen Schmerzen lindern, das Gefühl von schweren Beinen nehmen und damit den Alltag komplett erleichtern können“, sagt sie. Auf Wunsch erzählt Stockschlaeder auch von ihren Erfahrungen und davon, dass sie die Produkte selbst täglich trägt. Zudem verwendet sie viel Zeit darauf, die passende Versorgungsart, ein- oder mehrteilig, mit den Patientinnen auszuwählen und ihnen die Materialien und Produkte verschiedener Hersteller zu zeigen. Wichtig sei für die Auswahl des passenden Produktes auch, ob die Patientinnen eher einer sitzenden oder stehenden Tätigkeit nachgehen oder sich beruflich viel bewegen.
 
„Es ist sehr wichtig, gemeinsam mit der Kundin die individuell richtige Lösung zu finden“, sagt die Expertin. Die Patientinnen seien in der Regel sehr erleichtert und schließlich begeistert darüber, wie sehr ihnen die Beratung und die Versorgung hilft. „Das ist dann natürlich auch für mich ausgesprochen schön“, freut sich Tanja Stockschlaeder.
 
In der Öffentlichkeit ist vielfach nicht bekannt, wie häufig Lymph- und Lipödemerkrankungen sind. „Oft werden die Patientinnen einfach als übergewichtig angesehen“, erzählt die Betriebsinhaberin. „Viele Betroffene merken es selbst erst, wenn die Schmerzen und blauen Flecken zunehmen, dass es sich um eine andere Erkrankung handeln könnte.“
 
Sowohl sie als auch ihr Vater sind davon überzeugt, dass man voll und ganz hinter dem stehen muss, was man macht – dann werde es auch etwas. „Und lieber etwas weniger anbieten, aber dafür richtig“, ist Tanja Stockschlaeders Devise. Sie hätte sich auch durchaus vorstellen können, sich genauer in die sensomotorische Einlagenversorgung einzuarbeiten, doch die Kompressionsversorgung wurde schnell so erfolgreich, dass sie sich darauf fokussierte.
 

Kompressionsversorgung wurde zum Hingucker

Bereits zwei Jahre nach der Renovierung des Kompressionsmaßraumes schmiedeten Tanja und Bruno Stockschlaeder neue Pläne und überlegten, wie sie einen
größeren und komfortableren Maßraum für die Kompressionsversorgung schaffen konnten. Noch ein Anbau war nicht möglich und so hieß es, eine Entscheidung über die weitere Ausrichtung des Betriebes zu fällen. „Wir entschieden uns schweren Herzens, uns von den Kinderschuhen zu trennen und in diesem Teil des Verkaufsraums mit Hilfe einer eingezogenen Wand einen neuen Maßraum zu bauen“, erzählt die Unternehmerin. Zuvor sollte noch der Eingangsbereich des Geschäfts mit einem behindertengerechten Zugang umgebaut und die Schaufensterfront renoviert werden.
 
Mit der entstandenen Lösung, die mit einem regionalen Ladenbauer (Oscar Möbel & Objekte) umgesetzt wurde, gelang es, der Kompressionsversorgung von der Außenwirkung einen ganz neuen Stellenwert im Betrieb zu verleihen. Denn in der Wand, die den neuen Maßraum vom offen gestalteten Schuhverkaufsraum abgrenzt, ist eine große Glasscheibe eingebaut, die den Blick der Kundschaft schon vom Eingangsbereich aus direkt in den modern gestalteten Raum und auf den Bodytronic-Scanner fallen lässt. „Dadurch werden auch viele Kunden, die gar nicht wussten, dass wir Kompressionsversorgung anbieten, auf diese Leistung aufmerksam“, berichtet Tanja Stockschlaeder. Direkt vor der Scheibe ist auch der Wartebereich für die Einlagenkunden, so dass auch diese ganz von selbst neugierig auf das Angebot werden.
 
Der Kompressionsraum selbst ist mit 40 Quadratmetern der größte Maßraum im Betrieb. Schmuckstück ist eine rote, überbreite und höhenverstellbare Liege, die mit extrahohen Polstern und komfortablen Lagerungskissen ausgestattet ist. „Unsere Kundinnen sagen oft, wie angenehm sie es finden, darauf zu liegen.“ Nach den Vorgaben von Tanja und Bruno Stockschlaeder konstruierte der Ladenbauer ein Maßpodest mit einem Geländer, an dem sich die Kundinnen direkt von der Liege aus hochziehen können. Das Podest ist mit einer ausziehbaren Stufe so gebaut, dass auch das Anmessen wesentlich bequemer als früher vonstatten gehen kann. „Ich muss nicht vor den Kundinnen auf dem Boden herumrutschen und kann auch viel näher am Bein stehen“, sagt Stockschlaeder. Wichtig sei auch, dass die Angehörigen nun Sitzgelegenheiten im Maßraum finden und dass der Raum mit einer großen Fensterfront quer gelüftet werden kann.
 
„Morgens lassen wir an der Glasscheibe ein Rollo herunter, bis die Vermessungstermine am Vormittag vorüber sind“, erklärt die Meisterin. Nachmittags wird das Rollo hochgefahren, damit die Kunden hineinschauen können. Abends, wenn die Schaufensterbeleuchtung angeht, schaltet sich auch die Beleuchtung des Maßraums automatisch ein. „Ich bin überzeugt, dass wir ­allein durch den Umbau neue Kundinnen gewonnen haben, die unsere Kompressionsversorgung vorher gar nicht so recht oder nur am Rande wahrgenommen ­haben“, resümiert sie die Ergebnisse des Umbaus. 
 
Die höhenverstellbare, extrabreite Liege wird von den Patientinnen häufig ­gelobt. Foto: Stockschlaeder
 

Kunden-Event mit enormer Resonanz

Ein Höhepunkt für ihre Kundinnen und sie war darüber hinaus ein Event zur Lipödem- und Lymphödemversorgung, das Tanja Stockschlaeder 2019 organisierte. „Mich hatten immer wieder Kundinnen angesprochen, dass sie gern einmal andere Betroffene kennen lernen und sich austauschen wollen, und so kam ich auf die Idee, dafür einen Rahmen zu schaffen“, erzählt sie. Wie groß das Bedürfnis nach Austausch und Vernetzung ist, spiegelt sich auch darin, dass viele Lipödem-Patientinnen auf Facebook, Instagram und Internet­foren aktiv sind.
 
Auf einer Fortbildung hatte Tanja Stockschlaeder eine Influencerin kennen gelernt, die einen Lipödem-Blog auf Instagram betreibt. Sie erzählte der Bloggerin von ihrer Event-Idee. „Da mache ich sehr gern mit!“, sagte diese gleich. Mit ins Boot holte Tanja Stockschlaeder auch eine Fotografin und zwei Visagistinnen, die teilweise ebenfalls Ödeme haben.  Eine Ernährungsberaterin und eine Schmuckverkäuferin waren auch vor Ort. Der Austausch unter den Betroffenen, der durch Vorträge, eine Verlosung, Schmink-Aktionen und ein Foto-Shooting bereichert wurde, wurde ein voller Erfolg. „Das Event war innerhalb einer Woche ausgebucht, wir mussten eine Warteliste führen und konnten gar nicht alle Interessentinnen einladen. Nach der Veranstaltung bekamen wir supergute Rückmeldungen, es kamen noch lange viele Anrufe von Frauen, die nicht teilnehmen konnten und fragten, wann wir denn wieder etwas anbieten“, blickt Stockschlaeder zurück.
 
Links: Rahmengenähter Maßschuh aus Tanja Stockschlaeders Meisterschulzeit von 1997. Rechts: Aus ihrer Levis 501-Lieblingsjeans maßgefertigte Stiefel. Foto: C. Maurer Fachmedien
 
Eigentlich wollte die Unternehmerin 2020 gleich das nächste Event folgen lassen, größer und mit vielen neuen Ideen. „Doch dann hat mir Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht!“, bedauert sie. Die Berg- und Talfahrt dieser Zeit, bei der der Betrieb einige Zeit schließen und vieles neu organisiert werden musste, bewog sie dazu, noch zu warten. „Aber das nächste Event steht ganz oben auf meiner To-do-Liste.“
 
Mittlerweile hat Tanja Stockschlaeder einen Kundenstamm, der aus einem Umkreis von bis zu 60 Kilometern zu ihr kommt, und das, obwohl der Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen ist. Besonders freut sie sich, wenn Neukundinnen auf Empfehlung von Bekannten kommen. Oder wenn Patientinnen zu ihr sagen: „Vielen Dank für die tolle Beratung und die Zeit, die Sie sich dafür genommen haben!“
 
 
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