ostechnik.de - Diabetes
09. Mai 2019

Vergleich zweier Innenschuhdruckmesssohlen und Konsequenzen für die Praxis

KLAUS PEIKENKAMP

Innenschuhdruckmesssohlen stellen ein wichtiges Messinstrument zur Erfassung der plantaren Belastung des Fußes im Schuh dar. Für den Benutzer ist es dabei wichtig zu wissen, wie die gewonnenen Daten interpretiert werden dürfen und wie nicht. In dieser Studie wurden Innenschuhdruckmesssohlen von zwei verschiedenen Herstellern bei verschiedenen Alltagsbewegungen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die gemessenen Werte um mehr als den Faktor 2 unterscheiden können. Die Gründe hierfür sind im unterschiedlichen Aufbau der Systeme wie Sensorgröße, Sensoranzahl, räumliche Auflösung, dem Zeitpunkt der letzten Kalibrierung sowie in der softwareseitigen Verarbeitung der Messdaten zu finden.

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Foto: C. Maurer Fachmedien
04. April 2019

Diabetes mellitus Typ II und Einlagen (Teil 5)

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF | JÜRGEN STUMPF

Auf Grund der sehr langen Entwicklungszeit des Diabetes bis zum Endstadium, dem diabetischen Fuß, muss auch die Versorgungsstrategie mit Einlagen und Schuhen vom Entwicklungsstand der Krankheit abhängig gemacht werden. Was ist hinsichtlich der „gestörten“ Sensomotorik der Patienten zu bedenken, und welche Erkenntnisse liefern Studien über die Wirkung von Einlagen bei Diabetespatienten?

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Foto: memorisz/AdobeStock
04. März 2019

Polyneuropathie, Schmerz und Diabetes mellitus Typ II (Teil 4)

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF

Die Polyneuropathie gehört zu den schwerwiegendsten Folgeerkrankungen des Diabetes Typ II und ist eine der Hauptursachen des Diabetischen Fußsyndroms. Was geschieht dabei mit den Nervenfasern und welche Folgen hat das für die Propriozeption und das Schmerzempfinden der Patienten?

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Foto: Lothar Drechsel/AdobeStock
05. Februar 2019

Sensomotorik und Diabetes mellitus Typ II (Teil 3): Plantare Druckwerte

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF | JÜRGEN STUMPF

Stark erhöhte Druckwerte können eine Folge des Diabetes mellitus und der teilweise begleitenden Polyneuropathie sein. Es kann zu einer gestörten Sensomotorik des Gehens kommen. Wie hängen die Störungen des sensomotorischen Systems mit den hohen plantaren Druckverhältnissen zusammen? Studien liefern hierzu unterschiedliche Ergebnisse.

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07. Januar 2019

Die Sensomotorik des Gehens 
bei Diabetes mellitus Typ II (Teil 2)

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF

Die Stoffwechselerkrankung Diabetes verursacht krankhafte Ver­änderungen in allen Strukturen des sensomotorischen Systems. Diese Strukturveränderungen betreffen die Sensoren, die nervalen Leitungsbahnen zum und vom Zentralen Nervensystem (Polyneuropathie), das ZNS selbst und die Muskulatur (Atrophie, Sarkopenie). In der Folge sind fortschreitend alle sensomotorischen Funktionen gestört, wozu als herausragendes Merkmal das Gangbild gehört.

Die veränderte Gangsensomotorik als Folge der ausgeprägten Reduzierung der Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit aller Gewebe führt dann zu ausgeprägten Problemen des Stütz- und 
Bewegungsapparates mit Schmerzen. Die immer weiter abnehmende Bewegungsfähigkeit, die Kraftminderung durch Atrophie und degenerativen Umbau der Muskulatur und die Reduzierung der Ausdauer verantworten eine fortschreitend nachteilige Biomechanik der Gelenkfunktionen der unteren Extremität. Daraus entstehen die Gewebeschädigungen sowohl aus der Sicht der sich verschlechternden Gewebeversorgung als auch der mechanischen Gewebebelastung.

Für den Patienten äußern sich die gravierenden Folgen in orthopädisch, internistisch und schmerzrelevanten Symptomen bevorzugt am Fuß. Das Einbezogensein aller Körperstrukturen erfordert auch einen aktiven Therapieansatz für „alle Körperstrukturen und -funktionen“. Ein wesentliches Element ist die orthopädietech­nische Versorgung des Fußes, um die Fähigkeit und Belastbarkeit des Gehens zu verbessern.

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03. Dezember 2018

Druckreduzierung auf diabetes-
adaptierten Fußbettungen

Zusammenfassung
Diabetesadaptierte Fußbettungen spielen eine wichtige Rolle bei der Therapie des Diabetischen Fußsyndroms. Zum Schutz vor Ulzerationen oder Rezidiven sollen sie den Druck in gefährdeten Regionen reduzieren und auf belastbarere Bereiche des Fußes verlagern. In einer Studie wurde erstmals mit einer großen Zahl von Probanden (169) untersucht, wie gut die Druckreduktion durch diese besondere Art der Fußbettung, die mehrschichtig über einen individuellen Leisten gefertigt wird, gelingt. Der Vergleich zwischen einer Messung ohne und mit Fußbettung, zeigte, dass die mittlere
Druckreduktion von 30 Prozent unter Vorfuß und Rückfuß erreicht werden konnte, so wie sie vom GKV-Spitzenverband in der Produktgruppe 31 gefordert wird.

Auch die belastete Fläche des 
Fußes konnte signifikant erhöht werden. Allerdings wurde nur für gut 60  Prozent der Probanden eine Druckreduktion über 30 Prozent im Vorfußbereich erreicht. Dies zeigt die Notwendigkeit, die Diabetesadaptierte Fußbettung mit Hilfe der Druckverteilungsmessung zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren, um die angestrebte Druckreduktion zu gewährleisten. Hierbei ist es sinnvoll, den Fuß in einzelne Regionen aufzuteilen, um die Druckreduktion in den gefährdeten Bereichen genauer analysieren zu können.

KAI SPARENBERG | ANNETTE KERKHOFF | KLAUS DIEDENHOVEN | CHRISTIAN GEBHARDT | JÖRG NATRUP

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03. Dezember 2018

Diabetes: Neue PG 31 gefährdet risikoklassengerechte Patientenversorgung

ANNETTE SWITALA

Bei der Fortschreibung der PG 31 (Schuhe) wurden Diabetesspezialschuhe als neue Untergruppe ins Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen. Doch in vielen Punkten findet die risikoklassengerechte Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms, welche die Fachgremien in den letzten Jahren erarbeitet haben, keine Berücksichtigung. Einzelne bewährte Versorgungsmöglichkeiten fallen künftig sogar weg. „Wir haben weniger Gestaltungsmöglichkeiten, um den Patienten individuell zu versorgen“, erklärt Dr. Sibylle Brunk-Loch aus der AG Schuhversorgung der AG FUSS DDG. „Der Bedürfnis­lage der Patienten wird das nicht gerecht. Und ebenso wenig der Komplexität des Diabetischen Fußsyndroms.“

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Foto: Hochlenert
03. Dezember 2018

Diabetischer Fuß: Sollte man Patienten zur Druckentlastung zwingen?

Auf dem Nationalen Treffen der Netzwerke Diabetischer Fuß 2018 in Halle fand am 31. August 2018 ein Workshop zum Thema „Entlastung zwischen Empowerment und Zwang“ statt. Am Beispiel des nicht-abnehmbaren Total Contact Cast wurde diskutiert, inwieweit man Patienten zur Druckent-
lastung zwingen oder auf die Stärkung ihrer Eigeninitiative setzen sollte.

DIRK HOCHLENERT | CAROLA LÜKE | ANDREAS KLINGE

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Diabetes, Druckverteilungsmessung, Fußsyndrom
Dr. Sicco Bus forderte Orthopädieschuhmacher dazu auf, die Druckverteilungsmessung schon während des Fertigungsprozesses als Kontrollinstrument zu nutzen. Nur so lasse sich die bestmögliche Schuhversorgung für das Diabetische Fußsyndrom erreichen
16. Februar 2018

Diabetes: Druckverteilungsmessung 
gezielter

Von Annette Switala
Die Druckverteilungsmessung wird vom Kostenträger, aber auch von den maßgeblichen Fachgesellschaften, für die Versorgung des diabetischen Fußsyndroms gefordert. 
Lohnt sich der Aufwand und verbessert sie die Behandlungsergebnisse wirklich? Hierzu präsentierte Dr. Sicco Bus, AMC Amsterdam, auf der 4. ORTHOPÄDIE SCHUH TECHNIK 
die wichtigsten Studien.

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05. Dezember 2017

Aktuelle Studien zum Diabetischen Fußsyndrom

Welche Faktoren beeinflussen die Adhärenz beim Tragen therapeutischer Schuhe? Und wie wirken sich verschiedene Entlastungsmaßnahmen auf die Abheilung von Ulcera aus? Dies sind einige der Fragen, mit denen sich aktuelle Studien zum Diabetischen Fußsyndrom befassen. Im Folgenden lesen Sie Reviews ausgewählter Studien, die für die Orthopädieschuhtechnik interessant sind. Von Maximilian Spraul

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Biomechanisch, Diabetis, Überlastung
1. Asymmetrie der entspannt hängenden Füße. Der Patient stellte sich mit einem einseitigen Plattfuß rechts vor. Am entspannten und hängenden Fuß sieht man, dass sich der linke Fuß gut entspannt und nach plantar zeigt, während der rechte Fuß in einer rigiden Situation von fast 90 Grad verbleibt. Die Ursache hier ist, genauso wie die Ursache für den Plattfuß, eine Verknöcherung im Bereich des unteren Sprunggelenkes (subtalare Koalitio)
05. Dezember 2017

Biomechanischer Untersuchungsgang für den diabetischen Fuß

Unphysiologische Belastungen sind eine wesentliche Ursache für die Entstehung von Ulcera und Rezidiven am Diabetischen Fuß. Um die individuellen biomechanischen Problemstellungen des Fußes möglichst frühzeitig zu erkennen, empfiehlt es sich, eine Reihe von Untersuchungen regelhaft durchzuführen. Von Dirk Hochlenert, Gerald Engels und Johannes Beike

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30. Mai 2017

Förderpreis 2017 für innovativen Druckmessstrumpf

Mit dem SilverStar Förderpreis, der seit 2011 jährlich von der Berlin-Chemie AG verliehen wird, werden praxisorientierte sowie kreative Projekte und Ideen gewürdigt, die speziell für ältere Menschen mit Diabetes eine Erleichterung im Alltag und eine bessere Lebensqualität bieten. Er wurde anlässlich des Diabetes-Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft am 24. Mai 2017 in Hamburg an das Center Smart Materials CeSMa des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg für einen innovativen Druckmessstrumpf vergeben, der Diabetiker im Alltag unterstützen soll.

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06. April 2017

Welche Menschen erhalten eine podologische Therapie?

Zusammenfassung

Mitglieder des Deutschen Verbandes für Podologie (ZFD) e. V. erhielten 2015 einen Fragebogen, mit der Bitte, diesen mit den nächsten zehn aufeinander folgenden Patienten auszufüllen. Innerhalb von sechs Wochen gingen 1663 anonymisierte ausgefüllte Fragebögen zurück (926 Männer, mittleres Alter ± SD: 68 ± 11 Jahre; 737 Frauen, 71 ± 12 Jahre).

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Flexionsfehlstellung mit Torsionskomponente der Zehen
Fotos: Engels
06. April 2017

Tenotomie der Flexorensehnen bei Zehenkuppenläsionen am diabetischen Fuß

Zusammenfassung

Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine lebenslange Erkrankung, die in aktiven und inaktiven Phasen verläuft. Es bedroht die Mobilität der Betroffenen. Veränderungen der Biomechanik, die bei Menschen mit erhaltenem Schmerzempfinden zur Einforderung therapeutischer Hilfe führen, können bei denjenigen mit aufgehobenem Schmerz im Rahmen der Neuropathie Wunden verursachen, die kontinuierlich weiter belastet werden.

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3D-Strukturen aus TPU für Einlegesohlen
Fotos: Fraunhofer IWM
06. April 2017

Diabetikerversorgung aus dem Drucker

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert ein Projekt zum Lasergestützten Aufbau von kundenindividueller Fußbekleidung (LAUF). Ziel des Projekts ist es, Einlagen für Diabetespatienten per 3D-Druck herzustellen. So soll die Wirksamkeit der Hilfsmittel besser analysiert und wissenschaftlich bewertet werden können.

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07. Februar 2017

Aktuelle Zahlen zum Diabetischen Fußsyndrom

Die Zahl von Majoramputationen bei Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom ist in Deutschland mit etwa 12000 trotz steigender Patientenzahlen stagnierend. Sie liegt jedoch immer noch höher als in Skandinavien und den Niederlanden. Immer noch wird zu oft amputiert, ohne zuvor eine Bildgebung der Gefäße oder eine Revaskularisation durchzuführen. Das stellt der jüngst erschienene Gesundheitsbericht Diabetes 2017 fest, der die neuesten Zahlen zum Diabetes mellitus beinhaltet.

VON ANNETTE SWITALA

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Sohlenversteifung und einer diabetesadaptierten Fußbettung
25. Januar 2017

„Gemeinsam am Ball bleiben“

Am 17. März 2015 stellte sich bei mir ein Patient, 79 Jahre alt, mit DFS zur podologischen Komplexbehandlung vor. Die Befunderhebung erbringt folgendes Resultat.

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