23. Juni 2022

Diabetisches Fußsyndrom: Ergebnisse einer orthopädieschuhtechnischen Beurteilung der Patienten-Schuhe

THOMAS WERNER  |  KAI STRECKER

Im Diabeteszentrum Bad Lauterberg wurde 2021 eine „Orthopädieschuhmacher-Visite“ eingeführt, in der Orthopädieschuhmacher die mitgebrachten Schuhe der stationär behandelten Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom begutachten. Bei Bedarf werden Hinweise auf eine geeignetere Versorgung gegeben. Wie gut sind die Schuhe, welche die Patienten bis zu ihrem stationären Aufenthalt getragen haben? Lesen Sie im Folgenden eine Auswertung der bisherigen Ergebnisse.

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Foto: Spraul
06. Mai 2022

Aktuelle Studien zum Diabetischen Fußsyndrom

MAXIMILIAN SPRAUL

Neue Orthesenvarianten für die Behandlung des diabetischen Fußes, Risikofaktoren für die Entstehung von Ulzera und die Wirksamkeit eines gefensterten Total Contact Cast stehen im Mittelpunkt der vorgestellten wissenschaftlichen Studien. Untersucht wurde unter anderem auch die Temperaturmessung als Kontrollinstrument bei der Abheilung neuropathischer Ulzera.

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Abbildung: Fraunhofer ISC
06. Mai 2022

Druckmessstrumpf zur Prävention und Therapieunterstützung bei diabetischen Fußulzera

Irina Leher1 | Christopher Fleischmann1 | Bernhard Brunner2 | Gottfried Betz3 | Halil Bilgin4 | Yilmaz Saglam4 | Detlev Uhl2 | Tetiana Shinkar2 | Stefan Sesselmann1

1 Institut für Medizintechnik, Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
2 Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
3 Strick Zella GmbH & Co. KG
4 ABECO Industrie Computer GmbH

Die Druckverteilungsmessung am diabetischen Fuß ist ein wichtiges Hilfsmittel, um gefährdete Bereiche am Fuß zu erkennen und zu entlasten. In einem Forschungsprojekt wird an der Entwicklung einer textilen Socke mit neuartigen Sensoren gearbeitet, die eine kontinuierliche Druckmessung im Alltag der Patienten ermöglichen soll. Damit sollen erhöhte Drücke, welche zu Druck-Ulzera führen können, schon frühzeitig erkannt werden.

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Foto: Berges/Beck
10. Januar 2022

Versorgung nach Vorfußamputation mit einem individuell hergestellten Interimsschuh und Einbauelement

GREGOR BERGES | ANDREAS BECK
 
Nach der zurückliegenden Fortschreibung der PG 31 (Schuhe) im Hilfsmittelverzeichnis ist eine wichtige postoperative Versorgung für Patienten mit Vorfußamputation weggefallen: Die diabetesadaptierte Fußbettung (DAF) im Verbandschuh. Doch im Interimsschuh darf die DAF nach wie vor eingesetzt werden. Wir haben eine Methode entwickelt, mit welcher der Interimsschuh einfacher als früher individuell gefertigt werden kann.
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Foto: Andrey Popov/AdobeStock
06. Dezember 2021

Fußnetztagung: Charcotfuß-Versorgung häufiger in den richtigen Händen

ANNETTE SWITALA
 
Auf dem 17. Nationalen Treffen Netzwerke Diabetischer Fuß, das am 3. und 4. September 2021 virtuell und parallel als Präsenzveranstaltung bei Dr. Astrid Schmidt-Reinwald in Trier stattfand, stand mit dem Charcotfuß eine der schwierigsten Versorgungen des Diabetischen Fußsyndroms im Fokus. Findige Ideen, multimorbide Patienten „fit und aktiv“ zu machen, und das „iFoot-Projekt“ waren einige der weiteren Themen, die wir in der Berichterstattung herausgreifen.
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30. Juli 2021

„State of the art“ Handlungsanweisung für Orthopädische Maßschuhe für Patienten mit Diabetes und peripherer Neuropathie

SICCO A. BUS1 | JENNEFER B. ZWAFERINK1 | RUTGER DAHMEN2 | TESSA BUSCH-WESTBROEK1
1 Abteilung für Rehabilitationsmedizin, ­Amsterdam UMC, University of Amsterdam, Amsterdam, Niederlande
2 Amsterdam Rehabilitation Research Center, Amsterdam, Niederlande
 

Zusammenfassung:

Orthopädische Maßschuhe werden auf der Basis von evidenzbasierten Leitlinien oft für Patienten mit Diabetes verschrieben, bei denen die Gefahr einer Ulzeration besteht. In diesen Leitlinien werden jedoch, trotz verfügbarer wissenschaftlicher Evidenz, keine Herstellungsanweisungen gegeben. Wir hatten das Ziel, eine Handlungsanweisung zu entwickeln, um Verschreibungen für orthopädische Maßschuhe für Patienten mit Diabetes und periphere Neurophathie zu unterstützen.
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Foto: C. Maurer Fachmedien
09. April 2021

PG 31: Risikoklassengerechte Versorgung des Diabetischen Fußes sichern

ANNETTE SWITALA
 
Dass man auch in einer Online-Veranstaltung rege diskutieren kann, stellte der Orthopädieschuhtechnik-Workshop auf der Jahrestagung der AG FUSS DDG am 27. Februar 2021 unter Beweis. Die Arbeitsgruppe Schuhversorgung setzt sich derzeit intensiv dafür ein, dass die interdisziplinär erar­beiteten Versorgungsstandards für den Diabetischen Fuß erhalten bleiben und Eingang in die Fortschreibung der PG 31 (Schuhe) im Hilfsmittelverzeichnis finden.
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Foto: Fußnetzwerk Niedersachsen
23. November 2020

Interdisziplinäre Versorgung des Diabetischen Fußes im Fußnetzwerk Niedersachsen

Annette Switala

Diabetologen, Orthopäden und Fußchirurgen haben 2017 das Fußnetzwerk Niedersachsen gegründet, um in dem Bundesland eine möglichst lückenlose Versorgung von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom anbieten zu können. OSM Kai Strecker, Sanitätshaus O.R.T. GmbH, Göttingen, versorgt einen großen Teil der Patienten an den beteiligten Standorten. Wie steht es um die derzeitige Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms und was kann ein ambulantstationäres, spezialisiertes Netzwerk gegenüber der herkömmlichen Versorgung leisten? Wir haben mit den Experten vor Ort gesprochen.

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Foto: Agenturfotografin/AdobeStock
23. November 2020

Telemedizinische Möglichkeiten zur Amputationsvermeidung nutzen

Annette Switala

Amputationsvermeidung, der digitale Patientenkontakt sowie der Online-Austausch unter den Behandlern standen im Mittelpunkt des 16. Nationalen Treffens Netzwerke Diabetischer Fuß, das am 4. und 5. September 2020 online stattfand. Wie kann die telemedizinische Fußsprechstunde aussehen – und wie lassen sich Zweitmeinungsverfahren vor Amputation mit Hilfe digitaler Möglichkeiten umsetzen? 

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Foto: Ole Bader
08. Januar 2020

Überarbeitung der PG 31 gefordert

Heute ist sowohl Weltdiabetestag als auch Weltqualitätstag!“, sagte der QVH-Vorsitzende Hubertus Lasthaus bei der Begrüßung. „Genau der richtige Anlass, um auf die PG 31 zu sprechen zu kommen!“.

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Foto: C. Maurer Fachmedien
20. Dezember 2019

Prävention von Erstulzera: Zahlreiche Aktivitäten gestartet

Auf Initiative von Prof. Ernst Chantelau und weiteren Fußexperten unternimmt ein Arbeitsausschuss der AG FUSS DDG derzeit verstärkte Bemühungen um die Prävention von Erstulzera. Beim Nationalen Treffen Netzwerke Diabetischer Fuß in Essen (s. Artikel S. 18 ff.) informierte Dr. Anna Trocha, Elisabeth Krankenhaus Essen, über den aktuellen Stand der Projekte.

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09. Mai 2019

Vergleich zweier Innenschuhdruckmesssohlen und Konsequenzen für die Praxis

KLAUS PEIKENKAMP

Innenschuhdruckmesssohlen stellen ein wichtiges Messinstrument zur Erfassung der plantaren Belastung des Fußes im Schuh dar. Für den Benutzer ist es dabei wichtig zu wissen, wie die gewonnenen Daten interpretiert werden dürfen und wie nicht. In dieser Studie wurden Innenschuhdruckmesssohlen von zwei verschiedenen Herstellern bei verschiedenen Alltagsbewegungen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die gemessenen Werte um mehr als den Faktor 2 unterscheiden können. Die Gründe hierfür sind im unterschiedlichen Aufbau der Systeme wie Sensorgröße, Sensoranzahl, räumliche Auflösung, dem Zeitpunkt der letzten Kalibrierung sowie in der softwareseitigen Verarbeitung der Messdaten zu finden.

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Foto: C. Maurer Fachmedien
04. April 2019

Diabetes mellitus Typ II und Einlagen (Teil 5)

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF | JÜRGEN STUMPF

Auf Grund der sehr langen Entwicklungszeit des Diabetes bis zum Endstadium, dem diabetischen Fuß, muss auch die Versorgungsstrategie mit Einlagen und Schuhen vom Entwicklungsstand der Krankheit abhängig gemacht werden. Was ist hinsichtlich der „gestörten“ Sensomotorik der Patienten zu bedenken, und welche Erkenntnisse liefern Studien über die Wirkung von Einlagen bei Diabetespatienten?

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Foto: memorisz/AdobeStock
04. März 2019

Polyneuropathie, Schmerz und Diabetes mellitus Typ II (Teil 4)

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF

Die Polyneuropathie gehört zu den schwerwiegendsten Folgeerkrankungen des Diabetes Typ II und ist eine der Hauptursachen des Diabetischen Fußsyndroms. Was geschieht dabei mit den Nervenfasern und welche Folgen hat das für die Propriozeption und das Schmerzempfinden der Patienten?

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Foto: Lothar Drechsel/AdobeStock
05. Februar 2019

Sensomotorik und Diabetes mellitus Typ II (Teil 3): Plantare Druckwerte

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF | JÜRGEN STUMPF

Stark erhöhte Druckwerte können eine Folge des Diabetes mellitus und der teilweise begleitenden Polyneuropathie sein. Es kann zu einer gestörten Sensomotorik des Gehens kommen. Wie hängen die Störungen des sensomotorischen Systems mit den hohen plantaren Druckverhältnissen zusammen? Studien liefern hierzu unterschiedliche Ergebnisse.

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07. Januar 2019

Die Sensomotorik des Gehens 
bei Diabetes mellitus Typ II (Teil 2)

WOLFGANG LAUBE | MICHAEL KAUNE | GREGOR PFAFF

Die Stoffwechselerkrankung Diabetes verursacht krankhafte Ver­änderungen in allen Strukturen des sensomotorischen Systems. Diese Strukturveränderungen betreffen die Sensoren, die nervalen Leitungsbahnen zum und vom Zentralen Nervensystem (Polyneuropathie), das ZNS selbst und die Muskulatur (Atrophie, Sarkopenie). In der Folge sind fortschreitend alle sensomotorischen Funktionen gestört, wozu als herausragendes Merkmal das Gangbild gehört.

Die veränderte Gangsensomotorik als Folge der ausgeprägten Reduzierung der Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit aller Gewebe führt dann zu ausgeprägten Problemen des Stütz- und 
Bewegungsapparates mit Schmerzen. Die immer weiter abnehmende Bewegungsfähigkeit, die Kraftminderung durch Atrophie und degenerativen Umbau der Muskulatur und die Reduzierung der Ausdauer verantworten eine fortschreitend nachteilige Biomechanik der Gelenkfunktionen der unteren Extremität. Daraus entstehen die Gewebeschädigungen sowohl aus der Sicht der sich verschlechternden Gewebeversorgung als auch der mechanischen Gewebebelastung.

Für den Patienten äußern sich die gravierenden Folgen in orthopädisch, internistisch und schmerzrelevanten Symptomen bevorzugt am Fuß. Das Einbezogensein aller Körperstrukturen erfordert auch einen aktiven Therapieansatz für „alle Körperstrukturen und -funktionen“. Ein wesentliches Element ist die orthopädietech­nische Versorgung des Fußes, um die Fähigkeit und Belastbarkeit des Gehens zu verbessern.

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03. Dezember 2018

Druckreduzierung auf diabetes-
adaptierten Fußbettungen

Zusammenfassung
Diabetesadaptierte Fußbettungen spielen eine wichtige Rolle bei der Therapie des Diabetischen Fußsyndroms. Zum Schutz vor Ulzerationen oder Rezidiven sollen sie den Druck in gefährdeten Regionen reduzieren und auf belastbarere Bereiche des Fußes verlagern. In einer Studie wurde erstmals mit einer großen Zahl von Probanden (169) untersucht, wie gut die Druckreduktion durch diese besondere Art der Fußbettung, die mehrschichtig über einen individuellen Leisten gefertigt wird, gelingt. Der Vergleich zwischen einer Messung ohne und mit Fußbettung, zeigte, dass die mittlere
Druckreduktion von 30 Prozent unter Vorfuß und Rückfuß erreicht werden konnte, so wie sie vom GKV-Spitzenverband in der Produktgruppe 31 gefordert wird.

Auch die belastete Fläche des 
Fußes konnte signifikant erhöht werden. Allerdings wurde nur für gut 60  Prozent der Probanden eine Druckreduktion über 30 Prozent im Vorfußbereich erreicht. Dies zeigt die Notwendigkeit, die Diabetesadaptierte Fußbettung mit Hilfe der Druckverteilungsmessung zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren, um die angestrebte Druckreduktion zu gewährleisten. Hierbei ist es sinnvoll, den Fuß in einzelne Regionen aufzuteilen, um die Druckreduktion in den gefährdeten Bereichen genauer analysieren zu können.

KAI SPARENBERG | ANNETTE KERKHOFF | KLAUS DIEDENHOVEN | CHRISTIAN GEBHARDT | JÖRG NATRUP

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03. Dezember 2018

Diabetes: Neue PG 31 gefährdet risikoklassengerechte Patientenversorgung

ANNETTE SWITALA

Bei der Fortschreibung der PG 31 (Schuhe) wurden Diabetesspezialschuhe als neue Untergruppe ins Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen. Doch in vielen Punkten findet die risikoklassengerechte Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms, welche die Fachgremien in den letzten Jahren erarbeitet haben, keine Berücksichtigung. Einzelne bewährte Versorgungsmöglichkeiten fallen künftig sogar weg. „Wir haben weniger Gestaltungsmöglichkeiten, um den Patienten individuell zu versorgen“, erklärt Dr. Sibylle Brunk-Loch aus der AG Schuhversorgung der AG FUSS DDG. „Der Bedürfnis­lage der Patienten wird das nicht gerecht. Und ebenso wenig der Komplexität des Diabetischen Fußsyndroms.“

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Foto: Hochlenert
03. Dezember 2018

Diabetischer Fuß: Sollte man Patienten zur Druckentlastung zwingen?

Auf dem Nationalen Treffen der Netzwerke Diabetischer Fuß 2018 in Halle fand am 31. August 2018 ein Workshop zum Thema „Entlastung zwischen Empowerment und Zwang“ statt. Am Beispiel des nicht-abnehmbaren Total Contact Cast wurde diskutiert, inwieweit man Patienten zur Druckent-
lastung zwingen oder auf die Stärkung ihrer Eigeninitiative setzen sollte.

DIRK HOCHLENERT | CAROLA LÜKE | ANDREAS KLINGE

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