02. Dezember 2011

BMC: Entlassmanagement

Der Bundesverband Managed Care e.V. (BMC) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, die Krankenhäuser mit dem Versorgungsstrukturgesetz zu einem verbindlichen Entlassmanagement zu verpflichten.

"Die Praxis hat gezeigt, dass insbesondere bei Patienten mit chronisch entgleisten Grund- und Nebenerkrankungen das Zusammenspiel der Akteure im Entlassmanagement noch nicht reibungslos funktioniert", sagt Prof. Dr. Volker Amelung, Vorstandsvorsitzender des BMC. "Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung das Thema Entlassmanagement im Krankenhaus nun erneut auf die politische Agenda setzt." Das Versorgungsstrukturgesetz bleibe jedoch zu unkonkret.

Um die bestehenden Schwachstellen zu beseitigen, müssten die entscheidenden Fragen der Organisation und der Finanzierung geklärt werden, fordert Amelung. "Beim Entlassmanagement handelt es sich um eine multiprofessionelle Aufgabe, die eine enge Kooperation des Krankenhauses mit allen Bereichen der Nachversorgung erfordert. Wir benötigen hier mehr Teamorientierung, Ansprechpartner mit klar definierten Zuständigkeiten, einen lückenlosen Informationsfluss sowie einheitliche Qualitäts- und Beurteilungskriterien", ergänzt Dr. Dominik Deimel, Geschäftsführer der com2health, der die Projektgruppe "Entlassmanagement im Krankenhaus" des BMC leitet.

Eine Kurzversion des Positionspapiers des BMC kann unter http://www.bmcev.de abgerufen werden.