22. Mai 2013

Holprige Start ins Jahr 2013: Konjunkturbericht des ZDH

Das deutsche Handwerk beurteilt seine Geschäftslage in den ersten vier Monaten des Jahres durchwachsen. Die Grundstimmung bleibe aber positiv wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in seinem Konjunkturbericht feststellt.

Eher holprig lief für das Handwerk das erste Quartal 2013. Das zeigt der aktuelle Konjunkturbericht des ZDH. 24.400 Betriebe wurden zu ihrer Geschäftslage befragt. „In den Zulieferhandwerken ist die Nachfrage in Deutschland, wie auch im Ausland ist nicht mehr so dynamisch wie vor Jahresfrist“, bilanziert ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Im Vergleich zum ersten Quartal 2012, in dem die Auftragslage sehr gut und der Winter mild geblieben ist, zeigt der Bericht des Zentralverbands für die ersten vier Monate in diesem Jahr schwächere Zahlen. Gegenüber 2012 melden 60 Prozent der Betriebe steigende oder unveränderte Umsätze. 29 Prozent der Unternehmen gibt an, weniger in neues Personal, Maschinen und Material investiert zu haben, als im Jahr zuvor, in dem der prozentuale Anteil um sechs Punkte geringer war. 17 Prozent der Handwerksunternehmer können mehr Geld und Personal in die Hand nehmen als im Vorjahresquartal. Gewerkeübergreifend bleibt die Stimmung aber positiv. 80 Prozent der Betriebe gibt an, mit der eigenen Geschäftsentwicklung zufrieden zu sein.

Prognosen für 2013 sind vage

Die Experten aus der Wirtschaftsforschung „sind sich noch unsicher, wie hoch das Wachstum in Deutschland ausfallen wird“, wie es in dem Konjunkturbericht des ZDH heißt. Die EU-Kommission rechnet mit einem konjunkturellen Anstieg von 0,4 Prozent, der ZDH prognostiziert jedoch „angesichts der stabilen Lage auf dem Arbeitsmarkt, steigender Löhne und den Trends zu nachhaltiger Geldanlage mit einem Umsatzplus von 0,5 bis einem Prozent“, wie Generalsekretär Schwannecke betont.

Gesundheitshandwerker: Knapp ein Drittel findet Lage unbefriedigend

Die Stimmung bei den Gesundheitshandwerkern ist zwiegespalten. Während sich die orthopädischen Gewerke und Hörgeräteakustiker auch Anfang 2013 nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen konnten, ist die Stimmung bei Zahntechnikern und Augenoptikern getrübter, weil die Umsätze leicht zurückgegangen sind. 28 Prozent beurteilen ihre Geschäftslage als schlecht, knapp die Hälfte der Befragten als befriedigend (47 Prozent). Genau ein Viertel der Gesundheitshandwerker sind mit ihren Umsatzzahlen zufrieden.

Der ausführliche Bericht des ZDH.