28. Mai 2013

Selbsttest zur Sturzgefahr im Alter veröffentlicht

Wissmann Design/fotolia.de

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Auf einen neu entwickelten Selbsttest zur Sturzgefahr im Alter weist das Kuratorium Knochengesundheit e.V. hin. Der Test, der im Zentrum für Geriatrie und Gerontologie im Albertinen-Haus Hamburg entwickelt und wissenschaftlich überprüft wurde (www.geriatrie-forschung.de), soll Patienten und Behandler unterstützen, ein erhöhtes Sturzrisiko zu erkennen.

Veröffentlicht wurde der Selbsttest zur Sturzgefahr im Alter in: „Sicher gehen – weiter sehen, Bausteine für Ihre Mobilität“, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg. Er kann gegen Briefmarken im Wert von 0,90 Euro zzgl. eines mit 0,90 Euro frankierten Rückumschlages bestellt werden beim

Kuratorium Knochengesundheit e.V.
Stichwort: „Selbsttest Sturzgefahr“
Leipziger Str. 6
74889 Sinsheim

Hintergrund
Stürze älterer Menschen sind nicht nur ein häufiges Phänomen (mit einer jährlichen Prävalenz von ca. 30% der über 65-jährigen), sondern vielmehr Indikator für ein krankhaft beschleunigtes Altern. So stürzen selten noch rüstige Ältere (< 5%), dagegen gebrechliche Ältere wiederholt (>50%). Einer unter fünf bis zehn Stürzen älterer Menschen hat Verletzungen zur Folge, einer unter 20 bis 30 Stürzen führt zu einer Fraktur, etwa jeder hundertste Sturz führt zu einer hüftgelenksnahen Fraktur mit ernsthaften Folgen. In Untersuchungen konnten vor der sturzbedingten Fraktur 3/4 der Patienten ohne Hilfsmittel selbständig gehen, nach der Fraktur nur noch 15%. Es handelt sich dabei um fortgeschrittene Krankheitsbilder wie Demenz, Schlaganfall oder Morbus Parkinson, deren gemeinsames Leitsymptom der Sturz ist.

Neben den somatischen Folgen eines Sturzes berichten bis zu 70% der älteren Gestürzten über Angst vor weiteren Stürzen mit einem dadurch bedingten Abbau von Selbstvertrauen, einer zunehmenden Einschränkung der Alltagsaktivitäten und einem daraus folgenden Teufelskreis mit weiterem Abbau lokomotorischer Fähigkeiten und einer Abnahme der fürden Knochenaufbau notwendigen mechanischen Belastung (altersmedizinisch „Postfall-Syndrom“) . Daher tut es Not, so früh wie möglich Gangunsicherheit zu erkennen, versteckte Ursachen abzuklären und individuell vorbeugende Maßnahmen  einzuleiten.